ASICS Fuji Runnegade 2 - griffiges Trailmonster für matschige Trails

Der Winter und die kühleren matschigen Tage stehen vor der Tür. Daher kommt bei mir auch endlich der Fuji Runnegade wieder öfters zum Vorschein, denn der Schuh ist für nasse matschige Trails ein echtes Grip-Talent. Der Schuh kam 2016 mit der 2. Version heraus und richtet sich an Trailläufer, welche im Terrain auch gerne mal Gas geben.

Passform

Für Läufer, welche direkte und eng anlegende Schuhe mögen ist der Runnegade 2 sollten den Runnegade einmal unter die Lupe nehmen. Der Schuh sitzt fest und vermittelt eher das Gefühl eines Sockens. Der Einstieg ist nicht gerade leicht, da der Schuh eine Gamasche besitzt, welche verhindert dass auf nassen Trails, Matsch oder Steine den Weg in den Schuh finden. Im Fersen- und Vorfußbereich ist der Schuh verstärkt und schützt die Füße vor harten Wurzeln oder Geröll. Die Zehenbox ist eher schmal.

Für welchen Läufertyp passt der Schuh ?

Der Runnegade will gelaufen werden, und dass nicht zu langsam. Mit 6mm Sprengung vermittelt der Schuh ein sehr direktes und natürliches Laufgefühl und richtet sich daher an Trailläufer, welche den Vorfuß- und Mittelfußaufsatz beherrschen und stabile Sprunggelenke aufweisen. Mit 350g Gewicht ist er zwar kein Fliegengewicht aber dennoch leicht genug, um auf schnellen matschigen Trailpassagen Spaß zu haben. Für trockenes felsiges Gelände ist dieser Schuh sicher die falsche Wahl, wer jedoch auf weichen winterlichen Schneetrails läuft  oder im Sommer auf weichen Trails nach einem ordentlichen Regenguss unterwegs ist, wird mit dem Schuh Freude haben.

Verarbeitung

Die Verarbeitung ist hochwertig und der Schuh wies bei mir auch nach 300 km Laufen keine gravierenden Abnutzungen auf. Das grobe Sohlenprofil ist langlebig. Wer den Schuh seinem Einsatzgebiet nach gebraucht und wenig Schotterwege und Straße damit

läuft , wird sich auch noch länger an dem aggressiven Sohlenprofil erfreuen.

Der Schuh auf dem Trail

Auf dem matschigen Trail kann der Runnegade 2 seine Stärken voll und ganz zeigen. Der Schuh fühlt sich sehr direkt an und vermittelt auch bei technischeren Downhills Sicherheit. Bei engen Kehren auf dem Trail bleibt der Schuh Dank des kräftigen Sohlenprofils griffig und man kann sich auf den Schuh verlassen. Trail-Frischlinge haben bei diesem Schuh sicherlich auf kürzeren Traildistanzen bis zu 20 km ihren Spaß. Erfahrene Trailläufer mit trainierten Sprunggelenken können den Runnegade problemlos auch auf Ultradistanzen tragen. 

Für steinige und harte Untergründe ist der Schuh zu profiliert und wirkt auf diesen Untergründen beim Laufen eher unkonfortabel. 

FAZIT

Der Runnegade 2 ist ein direkter griffiger Trailschuh mit hochwertiger langlebiger Verarbeitung. Seine stärken zeigt der Schuh auf winterlichen schneebedeckten Böden  und bei Trails mit matschigem Untergrund. Der Schuh richtet sich wegen der minimalistischen Bauweise mit 6mm Sprengung  an erfahrene Trailläufer oder Trail-Frischlinge, welche für kürzere Distanzen auf weichen Bodenuntergrund einen direkteren Trailschuh suchen.

Go Personal

Trainiere ganzheitlich und lass Dich bei Deinem Training ärztlich begleiten mehr 


0 Kommentare

Grundlagentraining in der Nebensaison - so gelingt der Formaufbau für eine solide Saison

Der Winter steht vor der Tür und man blickt zurück auf eine Saison mit viel strukturiertem Training und einer Reihe an Wettkämpfen. "Höchste Zeit für eine Pause von Trainingsstruktur und Abspulen von Laufeinheiten nach Plan" - schreit es nicht selten aus der Läuferseele. 

Genau diese Reaktion unseres Körpers und Gemüts ist auch absolut richtig und man sollte die Signale des Körpers ernst nehmen. Dennoch lohnt es sich, in die wettkampffreie Zeit eine gewisse Struktur zu integrieren, um eine solide Basis für die kommende  Saison aufzubauen. Im folgenden möchte ich euch gerne ein par hilfreiche Tipps für die Gestaltung eures Grundlagentrainings geben.

Körpereigene Feedbackmechanismen schulen

Es ist schon erstaunlich wie rapide unsere Technik voranschreitet. Die Feedbackmaechanismen der Laufuhren werden immer besser und bieten dem Sportler zahlreiche Hinweise um die eigene Technik und Ausdauer zu verbessern. Da können im Fokus auf diese Hightechprodukte die körpereigenen Rückmeldemechanismen schon mal überhört oder nicht mehr wahrgenommen werden. Gerade diese können aber im Wettkampf den entscheidenden Unterschied zu unerfahrenen Sportlern bringen. Wer seinen Körper kennt, der kann auf ihn hören und ihn zielgerichtet einsetzten. Nutze die wettkampffreie Phase für Läufe ohne Technik. Laufe mindestens eine Einheit pro Woche ohne Laufuhr oder Herzfrequenzmesser oder versuche die Laufuhr unter dem Ärmel zu verstecken und meide den Blick darauf.  Spannend dabei ist auch, die so gesammelten Daten nach dem Lauf mit dem persönlichen Gefühl zu vergleichen.  Du bekommst relativ schnell ein Feeling für Grundlagenläufe oder intensiveres Training. Im nächsten Wettkampf kannst Du von diesen Erfahrungen profitieren. 

Der Intensität eine Pause geben

Gerade jetzt in der Nebensaison ist die Zeit um Deine Grundlagenausdauer weiter aufzubauen. Die Intensität darf nun mehr und mehr in den Hintergrund rücken. Dabei sind lange Wochenendläufe bei niederer Intensität absolut zu empfehlen. Ab und an darf es auch mal ein Nüchternlauf sein, bei dem Du ohne feste vorherige Malzeit und ohne Zufuhr von zuckerhaltigen Getränken auf die Strecke gehst. Taste Dich langsam an das Nüchternlaufen heran. Beginne mit niedrigen Distanzen um 4-5 km ehe Du die Distanz langsam steigerst. 

Regenerationstraining

Auch die Erholung kann trainiert werden und aktiv stattfinden. Es macht also durchaus Sinn in der Nebensaison die Regeneration zu trainieren. Dazu gehören sehr ruhige Läufe im Rekom-Bereich. Es geht hierbei nicht darum einen Trainingsreiz zu setzten, sondern Ziel ist  viel mehr , Stoffwechselprodukte durch ein langsames Traben und durch die muskuläre Aktivität  abzubauen.  Zudem stärkt dieses Training den Effekt auf  unseren Entspannungsnerven Parasympathikus. Folglich kann ein solches Training dazu beitragen, schneller und besser zu regenerieren, wovon Du in der kommenden Wettkampfsaison profitieren kannst. Ergänzend können Meditation und Yoga eingesetzt werden.

Feedbackmöglichkeiten der Leistung und Regeneration

In der Leistungsdiagnostik und Auswertung der eigenen Trainingsdata haben wir mittlerweile zahlreiche Parameter wie Herzfrequenz, Pace, Watt, VO2max, Laktat, usw. um unsere Ausdauerleistung zu objektivieren. Auch die Regeneration und der Effekt unseres Entspanungstrainings kann mittlerweile relativ gut technisch überwacht werden. Eine gute Möglichkeit dazu ist die Überwachung der eigenen Ruheherzfrequenz sowie die regelmäßige Aufzeichnung der Herzratenvariabilität. Ein gestresstes Herz schlägt sehr gleichmäßig und starr, während ein erholtes Herz-Kreislaufsystem sich durch eine hohe Variabilität der einzelnen Herzschläge auszeichnet. Mit spezilellen Trackern, kann die HRV überprüft und protokolliert werden. Eine Speicherung der Daten über einen längeren Zeitraum kann Veränderungen in der Herzratenvariabilität aufdecken und Phasen von mangelnder Erholung oder sogar Übertraining aufdecken.

Nutze die Nebensaison um Dich mit Feedbackmechanismen für die Regeneration auseinanderzusetzen, denn Dein Training ist nur effektiv bei einer suffizienten Erholung. 

Wir wünschen einen erholsamen Start in die Off Saison und allen aktiven Athleten natürlich einen erfolgreichen und vor allem gesunden Saisonabschluss !!

go personal

Lass Dich bei Deinem Training ärztlich begleiten egal ob online oder auf dem Trail vor Ort mehr


2 Kommentare

Über die Gesundheitsaspekte beim Trailrunning

Der Gesundheitsaspekt beim Straßenlauf wird seit eh und je erforscht und es gibt zahlreiche Studien, welche die förderlichen Aspekte des Laufens für unsere Gesundheit erörtern. Anders ist es beim Trailrunning. Nach wie vor eher eine Randsportart stellt Trailrunning doch sogar die gesündeste und natürlichste Art des Laufens dar und das gleich aus mehreren Gründen:

Der Bodenbelag

Asphalt ist ein unnatürlicher Bodenbelag, der zwar für die Fortbewegung mit Rädern vorteilhaft sein mag, jedoch, selbst mit ausgereifter Schuhtechnologie, Gefahren für die Gesundheit unseres Bewegungsapparats darstellt. Anders ist es beim Trail-Lauf. Hier bewegen wir uns über natürlichen Waldboden, Wiesen, Felder und gelegentlich auch Fels. Der wechselnde Bodenbelag schult unseren Tastsinn und sorgt dafür, dass während eines Laufes unterschiedliche Muskelgruppen angesprochen werden. Monotone Bewegungsabläufe wie sie auf der Straße vorkommen sind selten und die Überlastungsschäden bei Fehlern im Laufstil daher auch weitaus geringer. Zudem ist der überwiegende Bodenbelag deutlich weicher und gedämpfter als harter Straßen- oder Gehsteigbelag, was unsere Gelenke schont und die Muskulatur stärkt.

Die Intensität

Im Wettkampflauf auf der Straße ist die Intensität bei einem erfolgreichen Rennen über die Distanz nahezu gleichmäßig hoch. Für unser Herz-Kreislaufsystem bedeutet dies eine enorme Anforderung. Solche Intensitäten sind nur in sofern natürlich als dass sie eine Stress-Situation ähnlich wie die Flucht vor einem Tier darstellen. Das birgt jedoch Gefahren. So ein Lauf stellt eine selbst induzierte Überforderung unseres vegetativen Nervensystems dar und kann zu Erschöpfungs- und Überlastungszuständen führen. 

Im Trail-Lauf ändern sich die Intensitäten durch den Wechsel von Terrain und Anstieg bzw. Gefälle. Unser Herz-Kreislauf-System wird dabei geschult zu regulieren. Es verbessert unsere Herzratenvariabilität und trainiert somit den Einfluss des Entspannungsnerven Parasympathikus auf unseren Organismus. Die Gesamtintensität und Laktatbilanz eines Laufes kann beim Trail-Lauf geringer ausfallen. Zudem entspricht der Trail-Lauf der natürlichen Fortbewegungsart unserer Vorfahren. 

Das natürliche Umfeld

Spätestens seit es Wecker mit Bachplätschern und Vogelzwitschern als Weckgeräusch gibt, weiß man, dass natürliche Geräusche einen wohltuenden Effekt auf unsere Psyche und unser seelisches Gleichgewicht haben. Ebenso verhält es sich mit der Ansicht des Grüns in einem dichten Wald. Auf einem heimischen Trail-Lauf müsst Ihr nicht vor lärmenden Hupen davonlaufen, oder euch durch Musik aus Kopfhörern abschirmen. Womöglich verhilft der Lauf sogar zu mehr körperlichem und seelischem Gleichgewicht. Zudem hast Du beim Trailrunning die Möglichkeit direkt in das natürliche Umfeld einzutauchen und Teil davon zu werden. Das bietet nicht nur eine Erweiterung des sportlichen Horizonts sondern gibt Dir die Möglichkeit die heimische Tier- und Pflanzenwelt besser kennenzulernen.

Der Bewegungsapparat

Beim Trailrunning wird der Bewegungsapparat, wozu Skelett, Muskeln, Bänder, Sehnen und Gelenke zählen, gefordert. Viel mehr als beim Straßenlauf wird hierbei auch die Rumpf-, Schulter- und Nackenmuskulatur beansprucht. Der Trail-Lauf entspricht somit einem gesunden Ganzkörpertraining, welches ein zusätzliches oder isoliertes Krafttraining ersetzten kann. Wichtig hierbei ist eine saubere und sichere Technik, welche optimalerweise vorab geschult werden sollte.

Mentale Aspekte

Trailrunning erfordert einen wachen und achtsamen Geist. Im Lauf durchs Gelände kann ein Blick auf die Laufuhr zum falschen Zeitpunkt fatale folgen haben. Trailrunning trainiert unseren Tastsinn und schult unsere Aufmerksamkeit. Davon können wir auch im Beruf- und Alltagsleben profitieren. Das abwechslungsreiche Terrain beugt einer Monotonie vor und fördert die lange Freude am Laufsport.

Lust auf Trailrunning bekommen ?

Dann schau doch gern mal vorbei bei einem unserer Trail- Lauftreffs in der Nähe von München 

Personal Training

Trainiere strukturiert auch auf dem Trail und lass Dich bei Deinem Training ärztlich begleiten mehr ...


0 Kommentare

Maurten Drink Mix - ohne Magenprobleme durch den Wettkampf ?

Zugegeben war ich durchaus neugierig als ich erfahren habe, dass es eine neue Getränkepulvervariante auf dem Markt der zahlreichen Sportdrinks gibt welcher läuferischen Magen- und Darmbeschwerden vorbeugen soll. Der schwedische Hersteller Maurten verspricht mit seinem "Drink Mix" ein Pulver welches bei Wettkämpfen  magen-und verdauungsschonend seien soll.

Ich kenne die Thematik der Magen- und Verdauungsprobleme zu genüge - einen Exkurs zu meinen persönlichen Problemen während Straßen- und Trailwettkämpfen gibt es hier ( München Marathon 2014, Ganghofer Trail 2015). Umso spannender wurde es für mich, als Maurten anfragte, ob ich das Pulver nicht mal testen möchte.

Hier die Übersicht:

Das Produkt

Der Maurten Drink-Mix ist ein Trockenpulver welches in gewöhnlichem Wasser oder Leitungswasser (Menge 500ml) gelöst wird. Es gibt 2 verschiedene Varianten, 160 und 320, womit die Anzahl an Energie in Kilokalorien gemeint ist. Somit ändert sich auch die Geschmacksintensiät des Pulvers ein wenig, abhängig von der Konzentration. 

die Wirkungsweise

An sich wirkt das Pulver zunächst wie jedes andere kalorische Getränkepulver. Der Clou bei Maurten steckt jedoch in der Hinzugabe von Alginat und Pectin. Diese Inhaltsstoffe machen das Getränk leicht zähflüssiger. Das merkt man bereits beim Trinken. In Kontakt mit der Magensäure soll sich diese Konsistenz noch verstärken und durch die festere Zusammensetzung soll die Resorptionszeit in Magen und Darm auf schonende Art und Weise verlängert und optimiert werden. Eine genaue Beschreibung findet Ihr auch auf der Herstellerseite.

der Geschmack

ich bin ein Läufer der gerade auf längeren Distanzen den zu süßen Geschmack eher scheut. Daher empfinde ich Maurten als sehr angenehm. Denn der Geschmack ist leicht süßlich, aber eben nicht "pappsüß" . Auf längeren Trainingsläufen empfand ich den Drink als sehr angenehm und nicht belastend. 

der Drink bei höheren Intensitäten

beim Test des Drinks beim Hügelintervalltraining und vor einem 10 Kilometer-Rennen, empfand ich den Drinkmix als sehr angenehm. Magenprobleme bereitete er mir nicht. Der Test auf längeren Wettkampfstrecken steht noch aus und wird dann hier ergänzt. 

Fazit

Wer auf der suche nach einem milden Sportgetränk ist, sollte den Drinkmix von Maurten sicher mal ausprobieren. Wer eher auf zuckersüße Getränke steht, wird bei dieser Variante vermutlich nicht auf das persönliche gustatorische Highlight stoßen. Für Läufer und Triathleten mit Neigung zu Verdauungsproblemen ist der Maurten Drinkmix durchaus zu empfehlen.

0 Kommentare

Gibt es den "natürlichen Laufstil"

Die Thematik ist mittlerweile schon fast wieder ein alter Hut, nachdem früher oder später jeder, der sich etwas intensiver mit dem Laufstil und dem Thema Fußaufsatz beschäftigt sicher auf Begriffe wie Barfußlaufen und Naturalrunning stößt.

Auch nach Präsenz dieser Informationen über Jahre in den Laufsportmagazinen  dieser Welt, führen  nach wie vor Stabil- und Maximaldämpfungsschuhe die Produktpaletten großer Laufschuhkonzerne vorne an. 

Ist das Barfußlaufen und Natural Running nun auch nur wieder eine Modeerscheinung und ein Versuch der Laufschuhindustrie neue Ideen zu vermarkten? Um der ganzen Sache etwas auf die Schliche zu kommen möchte ich gerne einen kleinen Ausflug machen.

Der Evolutionsbiologe Prof. Daniel Lieber forscht seit Jahren in Harvard intensiv am aufrechten Gang des Menschen und den damit verbundenen evolutionären Entwicklungen beim Homo Sapiens. Seine These stützt sich darauf, dass der Urmensch als Jäger und Sammler seine spätere Malzeit nicht in einem Sprint , sondern in einer ausdauernden Hetzjagd bis zur Ermüdung erlegte.

Viele Indizien wie u.a. auch die im Tierreich einzigartige Fähigkeit des Menschen intensiv und effektiv zu schwitzen machen die Vermutung wahrscheinlicher, dass der Mensch der geborene Läufer ist. Auch die Anatomie des menschlichen Fuss bieten Hinweise darauf . Genauere Untersuchungen zeigen dabei auch, dass die Effizienz des Langstreckenlaufes beim Barfusslaufen deutlich besser ist.

Biomechanisch erfolgt beim beim Barfußlaufen der erste Bodenkontakt über den Vorfuß. Die Aufspreizung des Längs- und Quergewölbe des Fußes sowie die Dehnung der Achillessehne führen zu einem Aufladen an kinetischer Energie ähnlich wie bei einer Feder. 

In der Abdruckphase beim Laufen wirken diese sich passiv entladende Kräfte unterstützend zur muskulären Verkürzung der Fuß-, Waden-, Oberschenkel- und Gesäßmuskulatur und der Vortrieb wird ökonomisiert. 

Zudem bewirkt der Vorfußaufsatz eine Vorneigung des Oberkörpers woraus zudem ein Kippen des Beckens resultiert. Die Kraft- und Impulsübertragung erfolgt dabei in erster Linie über die Muskelkette ( Fußmuskulatur - Wadenmuskulatur- Oberschenkelmuskulatur - Gesäßmuskulatur - Rückenmuskulatur) und ist sehr gelenkschonend, wenn auch die muskuläre Beanspruchung drastisch höher ist als beim unnatürlichen Laufen über die Ferse.

 

Beim Fersenlauf erfolgt die Impulsübertragung über die Knochenkette (Fersenbein - Kniegelenk - Hüftgelenk - Wirbelsäule  - Kopf).

Der Impuls ist deutlich höher als beim Vorfußlauf und macht diesen Laufstil für langjährige Läufer bedenklich hinsichtlich Gelenkserkarnkungen.

Der Vorfußlauf ist unser natürlicher Laufstil, welcher jedoch nach Lieberman nur beim wirklichen "Laufen" und nicht beim Gehen zum Einsatz kommt. Beim Gehen sind wir demnach Fersengänger.

Anders sieht es der deutsche Arzt Hans-Peter Greb. In Jahrzehntelanger Eigenstudie und an Untersuchungen seiner Patienten kam er der These immer näher, dass der Mensch auch beim Gehen von seiner Natur aus ein Vorfußgeher ist.

Als Indizien nennt Greb die Tatsache, dass Kinder, wenn sie mit ca. 1 Jahr anfangen aufrecht zu gehen  , definitiv über den Vorfuß aufsetzten. Die Dichte Ansammlung von Sinnesrezeptoren im Vorfußbereich  im Gegensatz zur mageren diesbezüglichen Ausstattung  an der Ferse macht diese Fortbewegungsart logisch. 

Kinder lernen in den ersten 3 Lebensjahren vorwiegend durch Nachahmung. So sehen sie  erwachsene Menschen, welche eingehüllt in festem Schuhwerk, womöglich noch mit erhöhtem Fersenbereich durch die Gegend stampfen. 

Spätestens mit dem ersten festen Schuhwerk beginnt das Kind diese Fortbewegungsart nachzuahmen und sie wird im Kleinhirn nach und nach fest verankert.

Ist der natürliche Lauf - und Gehstil also eine verloren gegangene Fähigkeit unserer Spezies welche womöglich auch Ursache für viele unserer Volksleiden wie Rückenschmerzen, metabolisches Syndrom und Asthma sind?  

Die Vermutung liegt nahe. Rein ursächlich werden wir es wohl niemals 100%- ig wissen. Die Tatsache, dass der Mensch im 21. Jahrhundert sich kognitiv stetig weiterentwickelt, da die zunehmende Technisierung der Welt, mehr und mehr Berufe schafft, welche vorwiegend denkend und nicht körperlich handelt ausgeführt werden, macht die Auseinandersetzung mit simplen und effektiven Methoden zur Gesundheitsförderung und Prävention jedoch wichtiger denn je. 

Ein Mensch, der am Tag bis zu 10 Stunden und mehr kognitiv am Arbeiten ist, braucht  Möglichkeiten um die Muskulatur und den Kreislauf regelmäßig  zu aktivieren. 

Da gehört natürliches Laufen und Barfußgehen definitiv dazu, unabhängig davon ob dies Relikte früherer Bewegungsarten oder kognitiv neu entwickelte und entworfene Modelle sind. 

Um sich einem natürlichen Geh- und Laufstil zu nähern empfehlen sich minimalistische - und Barfußschuhe welche sich dadurch auszeichnen, dass sie wenig oder keine Sprengung (Differenz zwischen Ferse und Ballenbereich) besitzen und durch eine breite Zehenbox dem Fuß genug Spielraum zum Ausdehnen des Fußgewölbes lassen. 

Für Läufer welche sich dem natürlichen Laufstil nähern möchten, gilt Geduld und Vorsicht. Unser Muskel- und Bandapparat ist an festes Schuhwerk über eine lange Zeit angepasst , und gewisse Strukturen waren lange inaktiv. Als Faustregel gilt die 10%  - Regel, welche besagt dass zunächst nur 10% der üblichen Laufdistanz im neuen Stil bewältigt werden sollte. 

Wer neu mit dem Laufsport beginnt, und auf der Suche nach dem richtigen Schuh ist, sollte vielleicht darüber nachdenken, ob es nicht sinnvoller ist,  gleich mit dem natürlichen Stil zu beginnen. Dies erfordert zwar mehr Geduld und Ausdauer, bringt jedoch langfristig mehr Gefühl und Freude für das persönliche Training.

go personal

Erlerne den natürlichen Laufstil präzise und strukturiert auch in unseren Personal Training Varianten ! 


0 Kommentare

Fakten für Trailrunner über den Lebensraum Wald

Auch wenn mein Name es vermuten lässt, bin ich kein Förster und habe auch keine nahen Verwandten, welche in diesem Bereich tätig sind. Meine berufliche Tätigkeit beschränkt sich zum einen auf die Therapie erkrankter Menschen und was noch viel schöner ist, auf die Gesundheitsförderung und Prävention von Erkrankungen.

Dabei empfehle ich meinen Athleten und Patienten nicht selten die  förderlichen Aspekte des Laufens auf Trails und Waldboden. Nun sind wir Läufer nicht die einzigen Lebewesen, welche sich durchkörpereigene Kraft im Waldgebiet fortbewegen. Für unser eigenes Wohlbefinden, aber auch für das der Waldbewohner kann es daher sicher nicht schaden, sich einmal etwas genauer mit dem Lebensraum Wald auseinander zu setzten. Dazu bin ich auf die Suche gegangen und habe in Büchern und Web doch einiges dazu gefunden. Ein par wichtige Fakten hab ich hier für euch zusammengefasst:

Mythos vom Schleichen und leise sein 

Als Kind bekommt man es nicht selten zu Gehör: "Sei Leise wenn Du in den Wald gehst, damit Du keine Tiere aufscheuchst und die Tiere nicht gestört werden" . Für einen Jäger mag das zutreffen, denn dieser kann das Wild natürlich besser aufspüren. Die meisten tierischen Waldbewohner haben ein höher auflösendes Gehör als wir Menschen. Solange sie jedoch Geräusche wahrnehmen, bleibt Ihnen dadurch genug Möglichkeit Abstand zu halten, und sich von vornherein, auf sich ändernde Situationen einzustellen. Schleichen wir leise und still durch den Wald, erschrecken wir vielleicht ein Tier, welches uns erst auf den letzten Metern der Annäherung wahrnimmt.  So können dann auch Wildschweine für Menschen zur Gefahr werden, wenn sie zu hastig aufgeschreckt werden.  Eine Unterhaltung bei einem Waldtraillauf spricht also mehr für als gegen die Tierwelt.

Insekten -  und Mückenplage 

Gerade wenn das Waldgebiet in der Nähe eines Gewässers liegt kann es im späten Frühling und Frühsommer unangenehm werden. Zahlreiche Mücken beginnen sich zu vermehren und nicht selten kommt man ziemlich zerstochen vom Laufen zurück. 

Mücken lieben frisch gewaschene Haare und den Duft von Shampoo. Auch wenn ich glaube, dass die meisten Läufer tendenziell eher nach dem Laufen duschen oder Haare waschen gehen, sei noch einmal darauf hingewiesen, dass man mit frisch gewaschenem Haar geradezu wie ein Magnet für die Mücken wirkt. 

Natürlich gibt es zahlreiche Mittel, welche auf die Haut aufgetragen werden können und uns somit vor Mückenstichen schützen. Auch gibt es spezielle stichfeste Kleidung, welche vor Mücken und Insektenstichen schützt. Da Laufen aber eher eine schweißtreibende Angelegenheit ist, sind beide Varianten für Laufsportler nicht wirklich sinnvoll. Viel wichtiger ist, zu wissen wo sich die Plagegeister am liebsten aufhalten, um so von vornherein eine mückenarme Laufroute auszuwählen.

Mücken halten sich vorwiegend in feuchten, schattigen und windstillen Gebieten auf. Somit wird man womöglich tief im schattigen Wald eher auf einen Mückenschwarm treffen als am sonnigen Waldrand. 

Zecken 

In unseren Wäldern gibt es nicht mehr viele größere Tiere, welche dem Menschen wirklich ernsthaft zur Gefahr werden können. Somit beschäftigen sich die Wanderer und Waldläufer mehr mit dem kleinen Geziefer. Eine regelrechte Panik vor Zecken kann ich auch in der eigenen ärztlichen Praxis immer wieder zu Beginn der Saison wahrnehmen. Natürlich ist diese Panik nicht ganz unbegründet, da Zecken Krankheiten wie die FSME (Frühsommer Meningo Enzephalitis) und Borreliose übertragen können. Daher ist ein Know How über Zecken und die damit verbundenen Risiken für Trailläufer durchaus wichtig. Zu den überwiegenden Blutlieferanten für Zecken zählt das Wild. Daher halten sich Zecken häufig in kniehohem Gestrüpp oder Gras auf. Meist entlang von kleinen Wegen oder Singletrails, welche die Waldbewohner wie Rehe und Hirsche  ebenso nutzen. Von dort ist es dann kein schwieriger Schritt für die Zecken auf den Wirt überzutreten. In hohen Bäumen sind die Zecken nicht zu finden. Wer sich schützen möchte, tut also gut daran, bei einem Waldlauf mit Kniehohen Kompression-Calfs oder Strümpfen zu laufen. Falls man dann doch eine Zecke am Körper bemerkt, gilt es erstmal keine Panik zu bekommen. Nicht in jeder Region sind die übertragbaren Krankheiten verbreitet. Eine Übersicht über die Risiko Gebiete für FSME und Borreliose  in Deutschland findet Ihr hier . 

Zunächst sollte man die Zecke vom Körper entfernen. Dabei empfiehlt sich eine spezielle Technik unter zu Hilfenahme einer speziellen Zeckenzange. Wer sich unsicher ist oder die Entfernung fehlerhaft ist, sollte einen Arzt aufsuchen.

Tritt in den Tagen bis Wochen nach Entfernen der Zecke eine sich ausbreitende Rötung (sog. Erythema migrans) auf, sollte man sofort zum Arzt. Eine Antibiotikatherapie verhindert dann das Aufblühen der Borreliose. Auch bei Symptomen wie Schwindel , vermehrte Müdigkeit oder Kopfschmerzen, welche unmittelbar in zeitlichem Zusammenhang mit einem Zeckenbiss stehen sollten sie einen Arzt aufsuchen. Gegen FSME, eine Viruserkrankung, existiert eine Impfung welche in den meisten Hausarztpraxen angeboten wird. 

Jagdsaison 

Als Läufer sind wir nicht die einzigen, welche den Wald durchstreifen. Auch wenn ich keinem Jäger unterstellen möchte, dass er einen Mensch nicht von Wild unterscheiden kann, ist es dennoch hilfreich ein par Regeln zu beachten. 

Zunächst einmal ist es sinnvoll zu wissen, dass nicht das ganze Jahr über in unseren Wäldern gejagt werden darf. Es gibt Jagd- und Schonzeiten.

 

Während der Schonzeit sind die Wald- und Trailläufe besonders reizvoll, da die Tiere wieder entspannter sind und ihre Angst vor den Menschen wieder etwas verloren haben. Somit stehen in der Schonzeit die Chancen größer die anderen Waldbewohner zu Gesicht zu bekommen. Grob gesagt beginnt die Schonzeit meist in den frühen Wintermonaten des Jahres, wie Januar und Februar.

Eine genaue Übersicht findet Ihr hier .

Um nicht doch ins Visier eines Jägers zu geraten  ist es zudem nützlich, eher auffällige Laufkleidung ggf. sogar mit Reflektorstreifen, einer naturfarbenen Funktionskleidung vorzuziehen.

Der Wald bietet hervorragende Möglichkeiten zum Abschalten und Trainieren. Vielleicht macht der nächste Waldtrail-Lauf mit diesen Hintergrundinformationen sogar noch ein bisschen mehr Freude. Über weitere Waldläufer Tipps oder Anregungen freu ich mich natürlich übers Kommentarfeld :-)

Personal Training

Egal ob Online oder auf dem Trail vor Ort, bei uns genießt Du den Vorteil einer ärztlichen Trainingsbegleitung für Dein Lauftraining !


Stockhalterung am Salomon Laufrucksack - wie funktioniert die eigentlich ?

In diesem kurzen Video erklären wir euch wie die Stockhalterung an den Salomon Laufrucksäcken funktioniert:

Online Training

Trainiere Ganzheitlich und lass Dich bei Deinem Training Online ärztlich begleiten mehr


0 Kommentare

10 Tipps um eine Laufverletzung zu verhindern

Laufen gilt als eine der einfachsten, natürlichsten und gesündesten Sportarten. Leider ziehen sich Jahr für Jahr immer wieder viele Läufer eine Verletzung zu, die unter Umständen auch dazu führen kann, den Sport nicht mehr ausführen zu können. Viele Verletzungen entstehen durch eine Kette von Ursachen, die nicht selten im Training des Sportlers zu finden sind. Diese 10 Tipps sollen Dir helfen, um möglichst dauerhaft verletzungsfrei zu laufen.

1. Umfang

Hiermit ist bei Läufern meist die wöchentliche Laufkilometeranzahl gemeint. Gerade Einsteiger sollten sich dabei nicht übernehmen und die wöchentliche Kilometeranzahl bedacht steigern. Auch geübte Läufer sollten bei einer Steigerung des Umfangs behutsam vorgehen. Eine Grundregel besagt, den Wochenumfang von einer Woche zur nächsten nicht um mehr als 10% zu steigern. Muskeln und Herzkreislaufsystem passen sich schnell an die neuen Anforderungen an. Bänder, Sehnen, Knochen und Gelenke brauchen jedoch deutlich länger um an höhere Anforderungen mit Anpassungen zu reagieren. Wird der Umfang zu schnell gesteigert können Verletzungen und Beschwerden wie Shin Splints, Läuferknie oder sogar Ermüdungsbruch resultieren.

2. Häufigkeit

Über den Aufbau des eigenen Trainings sollte man sich viel Gedanken machen, und ggf. auch einen Trainer zu Rat ziehen. Damit ein Ausdauertraining effektiv auf das Herz-Kreislaufsystem wirkt sollte mindestens 3x /Woche trainiert werden. Gerade Einsteiger schonen sich vor Überlastung, in dem auf einen Trainingstag ein Erholungstag folgt. Zudem sollte vor und nach intensiven Trainingseinheiten eine moderate Einheit im Plan stehen.

3. Intensität

Ein wichtiges Thema: Die Intensität ist für die Wirkung deines Trainings von enormer Bedeutung. Der überwiegende Anteil der Laufeinsteiger trainiert mit zu hoher Intensität. Trainierst du 3x pro Woche. Sollten 2 Einheiten bei moderater bis niedriger Intensität ausgeführt werden. Einmal pro Woche darf die Intensität auch höher sein. Dauerhaftes zu schnelles Laufen kann nicht nur zu Verletzungen am Bewegungsapparat führen, sondern birgt auch die Gefahr von Burnout und Übertraining. Ein guter Parameter um die Intensität deines Trainings zu überprüfen ist die Herzfrequenz. Eine grobe Grundregel besagt, dass die moderaten Trainingseinheiten in einem Pulsbereich gewählt werden, welchen du erhältst wenn du von 180 dein Lebensalter subtrahierst.

(Aerober Trainingsbereich = 180 - Lebensalter). Genauer ist die Zoneneinteilung durch einen Trainer oder Sportmediziner.

4. Laufstil

Solltest Du alle oben genannten Richtlinien zu einem gesunden und effektiven Lauftraining  beherzen und dennoch Beschwerden haben, kann die Ursache für Verletzungen auch im Laufstil liegen. Gerade einseitige Fehlhaltungen, welche meist muskuläre Dysbalancen und Verhärtungen zur Folge haben können, führen längerfristig zu einseitigen Überbelastungen. Eine Laufstilsanalyse macht in diesem Fall durchaus Sinn und es lohnt sich, die Schwachstellen und Dysbalancen mit Hilfe eines Trainers zu eliminieren.

5. Schuhwahl

Die Auswahl an Laufschuhen ist mittlerweile riesig und gerade für Laufeinsteiger kann es schwierig werden im Dschungel der bunten Flitzer den passenden Schuh zu finden. Ein Laufschuh sollte passen, und dem Laufstil des Trägers gerecht sein. Zudem sollte er Möglichkeiten bieten um den Fuß zu trainieren und nicht bloß passiv Stöße abzufangen. Ein Gespräch mit einem Experten vorab mindert das Risiko der falschen Schuhwahl. Denn der falsche Laufschuh kann schnell ein vorzeitiges aus für die Freude am Laufsport bedeuten.

6. vor dem Training

Gerade an kühleren Tagen oder vor intensiveren Trainingseinheiten lohnt es sich vor dem Training ein kurzes Aufwärmprogramm zu machen. Dadurch wird die Blutzirkulation für Muskeln- und Gewebe verbessert und Dein Körper auf Betriebstemperatur gebracht. Vor Intervall und Tempoeinheiten sollte in gemütliches Einlaufen nicht fehlen.

7. nach dem Training

Auch nach dem Training gilt gerade nach intensiveren oder längeren Einheiten ein slow und cool-down zu beherzigen. Unterstützend können Hilfsmittel wie beispielsweise eine Faszienrolle die Einleitung der Erholung beschleunigen. Auch Dehnungsübungen oder Yoga beugen hierbei Verletzungen vor. Vorzugsweise machst du diese Übungen nach dem Training. Ein zu intensives Dehn- oder Yogaprogramm vor dem Lauftraining kann das Verletzungsrisko während des Trainings erhöhen.

8. Ernährung

Ernähr Dich begleitend zu Deinem Training  ausgewogen und ausreichend. Dein Körper benötigt Energie um einen Leistungszuwachs möglich zu machen. Auch die Regeneration Deiner Körperzellen sind auf eine regelmäßige Energiezufuhr angewiesen. Nach dem Training solltest Du Dir eine Malzeit gönnen. Nüchternläufe sind Interessant für all diejenigen, welche längere Laufstrecken bis hin zur Marathondistanz oder darüber hinaus zurücklegen wollen. Hier gilt aber stets, die Distanz der Nüchternläufe behutsam und langsam zu steigern. Richtig ausgeführt kann dadurch der Fettstoffwechsel optimiert werden.

9. Erholung

Gehört zu jedem Training und ist nicht wegzudenken. Ein Training ohne Regeneration hat keinen Effekt und birgt Gefahr von Übertraining und Burnout. Ein Trainingsplan sollte immer auch das Augenmerk auf die Regeneration richten. Nur so hat ein Lauftraining langfristig erfolg und Du bleibst verschont vor Verletzungen.

10. Struktur

Die richtige Struktur und Aufteilung deines Trainings ist entscheidend für den Leistungszuwachs und Deinen Körper. Ein clever und richtig strukturierter Trainingsplan macht Dich schneller, fitter und schont vor Verletzungen.

weiterführende Artikel zu ähnlicher Thematik:

online Training

Trainiere ganzheitlich und lass Dich bei deinem Training Online ärztlich begleiten

mehr


0 Kommentare

Laufsport - eine Herzensangelegenheit

Man kennt die erschreckenden Nachrichten, die immer wieder durch lokale Nachrichtensender durchsickern und unseren Atem für einen  Moment stocken lassen. Die Rede ist vom plötzlichen Herztod bei Laufsportlern.

Nach solchen Informationen fangen viele an über das eigene Training nachzudenken, und man sucht häufig nach dem Grund, und einer Möglichkeit, damit so etwas nicht passieren kann.

Beruhigend ist, dass solche Ereignisse bei Laufveranstaltungen eher selten sind. Wir bekommen sie nur gelegentlich mit, da solche Wettkämpfe eben öffentliche Veranstaltungen sind und auch mediales Interesse an solchen Ereignissen bestehen kann. Eher beunruhigend ist, dass diese Ereignisse natürlich auch zu Hause und beim Training vorkommen.

Laufen ist eben nicht nur gesund und eine lebensverlängernde Maßnahme, sondern birgt auch Risiken und Gefahren.

Doch nun mal ganz von vorne. Um zu verstehen, wo die Gefahren und Risiken des Laufsports für unser Herz liegen sollte man sich erstmal ein wenig mit der Anatomie dieses Organs auseinandersetzen.

Das Herz ist ein Hohlorgan, welches aus 4 Räumen besteht:  2 Herzkammern mit 2 Vorhöfen. Somit gelangt im physiologischen (gesunden) Kreislauf das Blut aus dem Körper über den rechten Vorhof in die rechte Herzkammer. Von dort wird das Blut aus der rechten Herzkammer in den sog. Lungenkreislauf gepumpt, in welchem das Blut mit Sauerstoff angereichert wird. Aus diesem Kreislauf kommend gelangt das Blut zurück zum Herzen und wird vom linken Vorhof in die linke Herzkammer befördert. Aus der linken Herzkammer wird nun sauerstoffreiches Blut in unseren Körper gepumpt um unsere Organe, Muskeln und Gewebe zu versorgen.

Das Herz hat zudem eine eigene Blutversorgung und versorgt sich über die sog. Koronararterien selbst mit Sauerstoff. Sind diese Koronararterien mit Plaques belegt oder ist die Blutzirkulation gestört, kann es zur Koronaren Herzerkrankung kommen welche in einem Herzinfarkt enden kann. Laufsportler, welche an Koronarer Herzerkrankung leiden müssen vor Wiederaufnahme des Trainings natürlich umfassend kardiologisch behandelt und abgeklärt sein. Ein moderates Lauftraining mit niedriger Intensität kann dabei für den Verlauf der Erkrankung förderlich sein. Intensive Belastungen können hierbei zu kurzzeitigen Minderperfusionen des Herzmuskelgewebes führen und stellen somit sicherlich ein Risiko für den plötzlichen Herztod dar. 

Wie schon angesprochen, besteht das Herz aus Muskelgewebe. Dieses Muskelgewebe unterscheidet sich jedoch von unserer Skelettmuskulatur, da das Herzmuskelgewebe autonome eigenständige Erregungszentren beinhaltet, welche den Taktgeber für unseren Herzschlag darstellen. Zudem können diese ausgelösten Takte über die Herzmuskulatur weitergeleitet werden.

Gerade virale Erkrankungen können unsere Muskulatur beeinträchtigen. Jeder, der schon mal einen hartnäckigeren grippalen Infekt hatte kennt diese Problematik. Gliederschmerzen sind ein Indiz für eine muskuläre Beteiligung. Für unsere Skelettmuskulatur hat dies keine große Relevanz. Für die spezielle Herzmuskulatur mit dem eigenen Erregungsleitungssystem können die Viren jedoch fatale Folgen haben, da eine Infektion dieses Gewebes die Reizleitung stören kann. Im schlimmsten Fall kann es dabei zu schweren Herz-Rhythmus-Störungen bis zum Kammerflimmern kommen. Bei viralen grippalen Infekten, welche mit Gliederschmerzen einhergehen gilt für uns Läufer daher ganz klar: "Laufverbot". Wer danach unsicher ist, wann er mit dem Training wieder beginnen kann, sollte vor Wiederaufnahme des Trainings auf jeden Fall einen Arzt konsultieren.

Auch bakterielle Erkrankungen können unser Herz beeinträchtigen. Eine Mandelentzündung wird häufig durch Streptokokken ausgelöst. Eine spezielle Form dieser Bakterien kann durch Toxine Schädigungen an der Herzinnenhaut (Endocard) auslösen und somit Schädigungen an den Herzklappen bewirken. Auch hier gilt ganz klar: "Laufverbot". Wer eine Mandelentzündung hatte, und unsicher vor Wiederaufnahme des eigenen Trainings ist, tut gut daran sich vorab bei einem Kardiologen vorzustellen. 

Eine Laufabstinenz bei viralen und bakteriellen Erkrankungen trägt sicherlich zur Prophylaxe eines plötzlichen Herztods bei Läufern bei.

Glücklicherweise stellt der Laufsport selbst einen schützenden Faktor für unser Herz-Kreislaufsystem dar. Denn richtig ausgeführtes Training macht uns resistenter gegen virale und bakterielle Erkrankungen und stärkt unser Herz.

Jedoch gibt es auch beim Training gewisse Richtlinien, da unser Herz durch falsches Training auch leiden kann.  Dabei kann eine ständige Trainingsbelastung durch übermäßige Trainingsumfänge das Risiko für Herzerkrankungen steigern.

Es gilt wie in so vielen Bereichen des Lebens: "die Dosis macht das Gift". Und dies ist eine Aussage, welche sich sicherlich einige Hobbyathleten zu Herzen nehmen dürfen. Denn weniger ist auch beim Training häufig mehr. Ein richtig dosiertes Training ist gesünder und bringt meist mehr Erfolg, als die sture Steigerung des Trainingsumfangs. Abnorme Trainingsumfänge, wie sie bei Langdistanztriathleten und Ultraläufern vorkommen können, erhöhen das Risiko für strukturelle Erkrankungen am Herzen, welche auch wieder zu Herzrhythmusstörungen führen können. Es ist kein Mythos, dass Extremausdauersportler ein erhöhtes Risiko aufweisen, im Alter an Vorhofflimmern zu erkranken.

Erfreulicherweise können wir durch ein richtig ausgeführtes Lauftraining unser Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen jedoch deutlich minimieren. Neueren Studien zu Folge gewinnen regelmäßige Läufer bis zu 7 Jahre an Lebenserwartung. Man mag in den Schlagzeilen über Herzerkrankungen bei Ausdauersportlern schnell zu dem Gedanken "Sport ist Mord" kommen. Jedoch überwiegen die positiven Effekte des Ausdauersports bei weitem. 

 

Ausdauersport kann in in der Rehabilitation von chronischen Erkrankungen  einen ähnlichen  bis gleichen Effekt wie eine pharmakologische Therapie haben , und sollte daher auch als Therapie verordnet werden !

 

Damit wir den Laufsport bei erhöhter Lebenserwartung auch noch bis ins hohe Alter genauso genussvoll ausführen können wie heute, sollten wir nur einfach etwas vorausschauender und dosierter trainieren.

Ich wünsche euch viel Freude beim Laufen und  ein gesundes Lauftraining. Fragen und Anregungen diskutiere ich mit euch gern über das Kommentarfeld oder Kontaktformular.

Go Personal

Trainiere dosiert und strukturiert und lass Dich bei Deinem Lauftraining ärztlich begleiten mehr


1 Kommentare

Zugspitz Ultratrail 2017 - MarsEndurance - Trail TV - Episode 3

Dani und ich waren gestern den gesamten Tag beim Zugspitz Ultratrail zum Support von einigen Athleten. Dabei haben wir auch ein schönes Video gedreht um die unglaublich schönen Eindrucke von Deutschlands größter Trailrunning Veranstaltung auch all denen präsentieren zu können, die nicht dabei waren. Das Video findet Ihr unten. Viel Spaß :-)

 

Online Training

Überlasse nichts dem Zufall - Trainiere auch strukturiert auf dem Trail und lass Dich dabei Online ärztlich bei Deinem Training begleiten mehr


0 Kommentare

Der 10.Hirnnerv - Schnittpunkt zwischen Laufen und Yoga

Wer an Laufen denkt, stellt sich ein intensives Ausdauertraining über einen längeren Streckenabschnitt vor. Beim Yoga denkt der überwiegende Anteil der Gesellschaft wohl klar an Dehnungs- und Mobilisationsübungen, also den körperlichen Anteil des Yoga in Form von Asanas.

In der Läuferszene findet man mittlerweile immer mehr Sportler, welche Yoga als Gegengewicht zum intensiven und fordernden Laufsport nutzen. Auch einige Lauftrainer, bieten ergänzend mittlerweile auch Yogaeinheiten an. Dabei geht es in erster Linie häufig nicht nur um den Stabilisationseffekt durch eine Stärkung der Rumf- oder Bein- und Fußmuskulatur durch körperliche Übungen . 

Ganz klar ist dieser Effekt, ebenso wie die  lockernde und dehnende Wirkung einiger Asanas nicht von der Hand zu weisen und auch mit ein Grund warum Yoga von immer mehr Ausdauersportlern betrieben wird. Dennoch gibt es meiner Meinung nach einen zentralen Schnittpunkt, welcher die Kombination dieser beiden Elemente so genial macht.

Ich spreche von unserem Autonomen (vegetativen) Nervensystem, welches sich vereinfacht durch 2 große Gegenspieler darstellt:

Sympathikus und Parasympathikus

 

Während der Sympathikus unseren Körper in Notfallsituationen fit machen soll, sorgt der Parasympathikus für Entspannung und regelt u.a. unsere Verdauung. Dieses vegetative autonome Nervensystem ist steinalt und funktioniert noch heute so wie vor vielen tausenden von Jahren. Das sympathische System soll uns in Notfallsituationen fit und ausdauernd machen um vor einem drohenden Feind zu fliehen. 
In der heutigen Zeit gibt es zwar keine Säbelzahntiger mehr, und die natürlichen Fressfeinde des Menschen minimieren sich zunehmend, dennoch gibt es täglich genügend Reize, welche so eine Fluchtreaktion in unserem Körper durch Stress auslösen können.
Das parasympathische System wird hauptsächlich durch den 10. Hirnnerven geprägt. Dieser Nerv trägt auch den Namen "Nervus Vagus".
Der Nervus Vagus entspringt aus Kerngebieten im Gehirn und zieht von dort durch unseren Körper. Er hat Einfluss auf viele unserer Organfunktionen und kann grob gesagt als der "Entspannungsnerv" bezeichnet werden.

 Ein moderates Ausdauertraining welches unter Einhaltung der Regenerationszeiten ausgeführt wird, aktiviert langfristig den Einfluss des Nervus Vagus auf unser Herz-Kreislaufsystem. 

Dabei wird die Herzfrequenz teilweise über den Parasympathikus reguliert. Unter dessen Einfluss kann es zu einer Optimierung der Herzfrequenzvariabilität kommen. Damit ist die Fähigkeit unseres Herzen gemeint, auf fordernde Reize oder körperliche Anforderungen durch eine Erhöhung der Herzfrequenz zu reagieren um dann nach Ende des intensiven Reizes unseren Herzschlag wieder zu bremsen.

Ein Herz, welches schnell auf sich ändernde Reize reagiert, gilt als gesund und sportlich. Daher gilt eine gute Herzfrequenzvariabilität auch als Marker für Ausdauerfähigkeit und sie kann mittlerweile von zahlreichen Sportuhren über die Pulsmessung ermittelt werden.

Dauerhafter Stress und Übertraining machen unseren Herzschlag starr und rigide. Wer sein Training hinsichtlich der Gefahr von Überlastung überwachen möchte, tut gut daran sich mit dem Begriff der Herzfrequenzvariabilität auseinander zu setzen.

Nicht nur am Herzen hat der Nervus Vagus Einflüsse

Der Nervus Vagus regelt unter anderem unsere Atmung. Die Atmung ist ein mechanischer Prozess, welcher jedoch unter normalen Bedingungen meist unbemerkt und automatisch abläuft. So müssen wir uns im Schlaf beispielsweise nicht auf unsere Atmung konzentrieren um bewusst zu atmen. Den aktiven Anteil unserer Atmung stellt die Einatmung dar. Dabei spannt sich unser wichtigster Atemmuskel (das Zwerchfell) an und wandert nach unten. Somit entsteht im Brustraum mehr Platz für unsere Lunge und eine Sogwirkung ähnlich wie beim Blasebalg entsteht. Die Ausatmung läuft eher passiv ab. Eingeleitet wird sie durch den Nervus Vagus. Er verhindert, dass unsere Einatmung zu Lange dauert um unsere Lunge vor Überdehnung zu verschonen.

Durch bewusstes Ausatmen haben wir die Möglichkeit Einfluss auf den Nervus Vagus zu nehmen 

Im Yoga stellt die Atmung ein zentrales Element dar. Im Yoga lernt man bewusst zu atmen und den Atem zu kontrollieren. Damit können wir durch regelmäßige Praxis lernen, atmend Einfluss auf den Nervus Vagus zu bekommen um so, ebenso wie beim Ausdauertraining unserere Herzfrequenzvariabilität und die Anpassungsfähigkeit unseres Herzkreislaufsystems zu optimieren.

Es gibt einen eigenen Bereich im Yoga welcher sich nur mit unserer Atmung und verschiedenen Atemtechniken beschäftigt. Im Pranayama lernt man bewusst zu atmen um den Einfluss der Atmung auf das vegetative Nervensystem weiter zu optimieren. Im körperlichen Anteil des Yoga wird die Atmung in Einklang mit den Bewegungsübungen durch Asanas gebracht. Dabei wirkt die Atmung entspannend und unterstützend zu gleich. Es gibt also durchaus einen zentralen Schnittpunkt zwischen Laufen und Yoga, welcher klar macht, dass diese beiden Elemente hervorragend zusammen passen und regelmäßig praktiziert werden sollten.

weitere Artikel zur Thematik zum Vertiefen:

 

online Training

Lass Dich bei Deinem Training Online begleiten und genieße den Vorteil einer ärztlichen Trainingsbegleitung mehr


0 Kommentare

Wie trainiere ich für einen Traillauf ?

Trailrunning trifft in der Läuferszene auf immer mehr Interessenten und entwickelt sich zu einer wachsenden Sportart. Dabei umfasst der Begriff ,der zu deutsch nun schlicht und einfach "Pfad-Laufen" bedeutet weitaus mehr als nur das Laufen im Gelände.

Sucht man über das Internet nach Wettkämpfen im Trailrunning Bereich findet man relativ schnell Rennen, bei welchen etliche Höhenmeter zurückgelegt werden. Nicht selten ist die Wettkampfdistanz auch im Ultra-Bereich, also länger als die klassische Marathon Distanz von 42,195 km.

Natürlich gibt es mittlerweile auch schon viele Veranstaltungen, welche Distanzen für Einsteiger anbieten. Häufig beginnen diese Streckenlängen jedoch auch bei ca. 25 km und nicht selten ist ein positiver Höhenanstieg von über 1000m zu bewältigen.

Für Bergmenschen und Alpinsportler mag das zunächst nicht sonderlich aufregend klingen. Für Neulinge, welche vom Straßenlauf kommen, kann so ein Wettkampf jedoch eine enorme Belastung darstellen. Daher ist eine spezifische Vorbereitung dringend zu empfehlen um gesund und munter im Ziel anzukommen.

Doch wie bereite ich mich nun auf meinen ersten Traillauf vor ? Muss ich dafür jeden Tag im Gebirge laufen ? Benötige ich eine spezifische Ausrüstung ? 

Fragen über Fragen .... mit folgendem Artikel möchte ich gern ein wenig Licht ins Dunkel bringen:

1. Training

Ob ein strukturiertes Training nach Trainingsplan für Trailrunner sinnvoll ist oder nicht, darüber streiten sich die Geister. Gerade im Trailrunning Bereich gibt es viele gute Athleten, welche von sich selbst behaupten ohne Plan zu trainieren, und der Natur und dem Trail selbst diese Aufgabe übergeben. Nicht selten leben Trailfrischlinge jedoch in flachen Gebieten ohne Berge und sind an die Anforderungen im Gelände nicht angepasst. Daher empfehle ich jedem Einsteiger einen Plan zur Hilfe zu nehmen. Auch im nicht-alpinen Gelände kann eine spezifische Vorbereitung stattfinden.

Ähnlich wie im Marathontraining sollte das Training natürlich auf dem Bodenbelag Deines späteren Wettkampfs stattfinden. Wenn Du also Wald und Forstwege, oder sogar kleine Single-Trails mit leichten Anstiegen in Deiner Umgebung hast, solltest Du diese Elemente auf jeden Fall in Deine Laufstrecken integrieren. Die Ausrichtung Deines Trainings sollte auf die Grundlagenausdauer blicken. Es ist am Anfang gar nicht so einfach, bei leichten Anstiegen im Grundlagenausdauerbereich zu bleiben. Dabei gilt nur eins. Fuß vom Gaspedal und die Anstiege langsam traben. Da selbst Einstiegswettkämpfe meist Distanzen um die 25 km und einige Höhenmeter aufweisen beträgt die reine Laufzeit im Rennen sicher einiges mehr als bei einem gewöhnlichen Halbmarathon. 

Dein Training sollte also eher einem Marathontraining ähneln als dem eines Halbmarathontrainings

Der lange Lauf muss sein !

Eine nicht wegzudenkende Einheit hierbei ist ein langer Lauf 1 mal pro Woche. Am Wochenende solltest Du Dir also etwas mehr Zeit für dein Lauftraining nehmen und einen längeren Lauf einplanen. Achte hierbei darauf im Grundlagenausdauerbereich zu bleiben. Es geht nicht darum, die Einheit in kurzer Zeit abzuspulen, sondern viel mehr darum, Deiner Muskulatur und deinem Sehnen-und Bänderapparat die Möglichkeit zu geben, sich an die erhöhte Belastung zu gewöhnen. Idealerweise findest Du eine Strecke mit  Anstiegen oder wechselndem Terrain. Wenn nicht ist das nicht allzu schlimm. Die Anforderungen an Deine Muskulatur im Anstieg und Bergablaufen kannst Du auch durch ein Ergänzungstraining und im Intervalltraining simulieren. Natürlich sind die echten Wettkampfbedingungen immer vorzuziehen, aber wenn Du nun mal im flachen Norden an der Küste wohnst, ist das noch lange kein Grund nicht an einem Trail-Wettkampf teilnehmen zu können.

Auch ein Intensitätstraining sollte nicht fehlen

Im Intervall- und Tempowechseltraining schulst Du Deinen Organismus im Umgang mit wechselnden Intensitäten. Gerade bei einem Traillauf zeigen sich solche Situationen häufig. Damit Du nach einem längeren Anstieg nicht vollkommen außer Puste gerätst und nicht mehr fähig bist Dein gewohntes Lauftempo in der Ebene zu Laufen, solltest Du ein Intensitätstraining in Deinen Trainingsplan integrieren.

Gerade für Trailrunner, welche in flacheren Regionen leben nutze ich als Trainer häufig Tempowechsel-Läufe. Hierbei beginnt man die Trainingseinheit in  einem  gleichmäßigen Grundlauftempo welches ungefähr Deinem Grundlagenausdauertempo entsprechen sollte. Nun wechselst Du das Tempo beispielsweise Kilometerweise zwischen Deinem Grundlagentempo und einem zügigen Lauftempo (Ga 2 Tempo). Anders als beim Intervalltraining folgt nach dem schnelleren Kilometer keine Trabpause. Dein Stoffwechsel wird hierbei optimiert und geschult, das anfallende Laktat schneller zu verstoffwechseln. Ein Intervalltraining absolvierst Du idealerweise als sogenannte "Hill-Repeats" in dem Du dir einen Anstieg oder Treppenstufen in deiner Umgebung suchst, welche Du mit hoher Intensität hinaufläufst und langsam im Downhill hinabtrabst. Dabei schulst Du  Deine Laktattoleranz  und stärkst Deine Kraftausdauer, was Dir im späteren Wettkampf im Anstieg zu Gute kommt. Ein Intensitätstraining solltest Du 1 mal pro Woche absolvieren. Plane um diese Einheit ausreichend Zeit für Erholung ein. Deine übrigen Laufeinheiten sollten im Grundlagenausdauertempo stattfinden. Idealerweise suchst Du Dir Strecken mit wechselnden Anstiegen.

2. Ergänzungstraining

Die gute alte Rede vom Stabilisations- und Ergänzungstraining. Doch gerade im Trailrunning kannst Du hiermit enorm punkten. Vor allem wenn Deine gewohnten Laufstrecken eher flach sind, solltest Du die Notwendigkeit eines Ergänzungstrainings nicht unterschätzen. Hilfreich sind beispielsweise Kniebeugen im Anschluss an einen Grundlagenausdauerlauf. Auch Hock- Strecksprünge bieten Möglichkeiten die muskulären Anforderungen im Trail zu simulieren. Auch ein Lauf ABC kann hilfreich sein, um Deine koordinativen Fähigkeiten zu schulen. Auch hier gilt. Die beste Vorbereitung ist im trailigen Terrain. Gerade das Bergablaufen erfordert viel Vertrauen in die eigene Technik. Es lohnt sich, schwierige Downhillpassagen auf einer heimischen Laufstrecke zu suchen, um diese dann mit unterschiedlichem Tempo zu laufen. Damit schulst Du Deine Propriozeption (die Fähigkeit den Untergrund mittels Sinnesrezeptoren zu ertasten und die Informationen an das zentrale Nervensystem weiterzuleiten).

3. Ausrüstung

Für das Laufen im Gelände gibt es spezielle Trailrunning Schuhe und man sollte sie auch nutzen. Diese Schuhe weisen meist eine robustere und etwas härtere Sohle auf, was das Laufen auf Waldboden angenehmer macht. Zudem bieten sie ein gröberes und griffigeres Profil um im Gelände Stürze zu vermeiden. Ähnlich wie bei den Straßenlaufschuhen gibt es mittlerweile eine breite Palette an Schuhen von sämtlichen Herstellern. Eine Beratung bei einem Experten vor dem Kauf lohnt sich in jedem Fall. Gerade bei Trailwettkämpfen in den Bergen wird häufig eine Pflichtausrüstung gefordert. Es lohnt sich vor dem Wettkampf auf die Webseite des Veranstalters zu schauen um sicher zu gehen, dass das nötige Equipment mit eingepackt ist. Hilfreich ist ein Laufrucksack, welcher die Möglichkeit bietet Wechselkleidung zu verstauen und Stauraum für Getränke bietet. Ein Laufrucksack sollte passen, daher werden die Rucksäcke meist in verschiedenen Größen anhand der T-Shirt Größe angeboten. Auch hier lohnt sich ein Expertengespräch vor dem Kauf. Eine GPS Uhr ist zwar meist kein muss, kann aber zur Orientierung sehr hilfreich sein. Die gängigen Modelle bieten die Möglichkeit der Anzeige von Herzfrequenz, Distanz und zurückgelegter Höhe. Gerade bei längeren Trailrunning Veranstaltungen sollte eine Stirnlampe im Laufrucksack nicht fehlen.  Im bergigen Gelände kann es gern mal länger dauern. Wer dann im Rennen doch in die Dämmerung gerät, sollte auf jeden Fall Licht mit im Gepäck haben. Darüber hinaus empfehle ich jedem Trailrunner ein kleines Erste-Hilfe-Set so wie ein Handy oder Smartphone mit auf den Lauf zu nehmen.

Ich hoffe der Artikel konnte euch ein par Anregungen oder Hinweise für euer Trailrunning Training geben. Ich wünsche euch viel Spaß auf den Trails dieser Welt und eine super Vorbereitung für eure geplanten Wettkämpfe.

online Training

Lass Dich bei deinem Training ärztlich Online begleiten - auch auf dem Trail  mehr


0 Kommentare

10 Tipps für Deinen ersten Marathon

"Wenn Du laufen willst, laufe eine Meile - willst Du ein neues Leben beginnen, laufe einen Marathon" - dieses Zitat des tschechischen Ausnahmeläufers Emil Zátopek bringt es auf den Punkt. Der erste Marsthon ist etwas ganz besonderes und für fast jeden Läufer die Tür zu einer neuen Welt. 42,195 km laufend am Stück zurückzulegen erfordert neben einer guten körperlichen Verfassung auch einen starken Geist. Vielleicht fällt Dir die Vorbereitung für Deinen ersten Marathon mit diesen 10 Tipps etwas leichter:

1. Plane langfristig

eine Marathonvorbereitung stellt etwas anderes dar, als die Vorbereitung für einen Halbmarathon oder 10 km Lauf. Neulingen empfehle ich daher den Beginn der spezifischen Vorbereitung mindestens 10 Wochen vor dem geplanten Rennen zu datieren.

2. Umfang vor Intensität

Dieser Hinweis gilt für alle Einsteiger, bei welchen das Ziel "Ankommen" bedeutet. Gerade Unerfahrene und Marathonnovizen neigen dazu, die Trainingseinheiten zu schnell zu Laufen.Das Marathonlaufen setzt auch einen intakten Fettstoffwechsel voraus und diesen trainiert man gut durch lange und ruhige Läufe. Gerade beim langen Lauf sollte auf eine niederige Intensität geachtet werden,um sich nicht in der Vorbereitung schon zu sehr zu verausgaben.

3. Die Mischung machts

Ein guter Trainingsplan sollte Variationen enthalten. Diese bewahren Dich vor Monotonie und erhalten Deine Motivation, denn eine Marathonvorbereitung kann lang und zäh werden. Es gibt gute Standart Trainingspläne. Zu empfehlen sind jedoch individuelle Trainingspläne, optional mit Trainingsbegleitung. Ein vorheriger Checkup beim Arzt ist unerlässlich.

4. Denk an Deine Erholung

In der intensiven Phase einer Marathonvorbereitung läuft man schnell Gefahr die Ruhepausen zu übersehen oder zu verkürzen. Im Idealfall hast Du einen Trainer, welcher sich um die Logistik kümmert. Je mehr Training desto mehr Regeneration. Ist die Erholung unzureichend, stagniert die Leistung oder ein Übertraining droht.

5. Gruppen helfen

Gerade für Neulinge sind wöchentliche Laufgruppen hilfreich. Der Austausch mit anderen Läufern kann Fehler aufdecken und Unsicherheiten beseitigen. Wenn es in Deiner Stadt oder Deinem Ort einen wöchentlichen Lauftreff gibt, nutze die Chance und nimm dran teil.

6. Ernähr Dich ausreichend

Du wirst relativ schnell merken, dass Dein Kalorienbedarf während Deiner Marathonvorbereitung steigt. Nutze diesen Nebeneffekt nun nicht für eine Diät. Gerade für Deine Regeneration ist eine ausgewogene und Kalorienreiche Malzeit wichtig, um Dich fit und leistungsfähiger für die kommenden Trainingseinheiten zu machen.

7. keine Panik wenn eine Einheit ausfällt

es wird Phasen geben, da wird Dir das Laufen schwer fallen. Dein Körper weiß meist am besten was Du benötigst. Es ist kein Weltuntergang, wenn eine Einheit im Plan nicht  wahrgenommen werden kann. Ganz im Gegenteil, vielleicht ist es ein Zeichen unzureichender Regeneration und durch die pausierte Einheit wächst Deine Leistungsfähigkeit.

8. Keine Experimente kurz vor knapp

Neue Laufschuhe, neue Laufhose, neue Laufsocken, usw. ... Kurz vor dem Wettkampf solltest Du nicht mehr auf die Suche nach dem passenden Equipment sein. Viel mehr solltest Du im Training Deinen favorisierten Wettkampfschuh kennenlernen. Es lohnt sich, bei den langen Läufen bei der Schuhwahl zu experimentieren um so den passenden Marathonschuh für Deinen Tag X zu finden.

9. Tapering

Schon mal gehört, doch was war das denn nun noch mal ? Letztendlich meint es die Reduktion Deines Trainingsumfangs in der Woche vor dem Wettkampf. Es empfiehlt sich den Fokus auf die wöchentliche Kilometeranzahl zu legen und diese in der letzten Woche vor dem Wettkampf zu reduzieren. Einzelne kurze Intervalleinheiten und Grundlagenausdauereinheiten dürfen noch sein.

10. Bleib entspannt

Du hast Dir ausreichend Zeit für Deine Vorbereitung genommen und stehst nun vor dem Schritt in eine neue Welt. Der erste Marathon. Bleib gelassen und entspannt und versuch Die Atmosphäre an diesem Tag auch zu genießen. Du hast viel dafür gearbeitet und nun ist Dein Tag. Einen guten Lauf wünsche ich Dir :-)

online Training

Lass Dich bei Deinem Training Online von mir begleiten und genieße den Vorteil einer 

ärztlichen Trainingsbegleitung mehr


0 Kommentare

Ultralaufen und Ultratrail - Trail TV - Episode 2 - Running Talk mit Henrik Lange

Auf einem längeren Lauf hab ich mich mit Henrik Lange über die Thematik Ultralaufen und UltraTrail unterhalten. Henrik hat dieses Jahr erfolgreich an der TransGranCanaria, einem Ultra Trail Lauf über 125 km über die Kanareninsel GranCanaria teilgenommen. Ich hab mich mit ihm unter anderem über dieses Rennen, aber auch die Thematik Training, Ernährung und mentale Aspekte beim Ultralaufen unterhalten ....

0 Kommentare

10 typische Lauffehler und Laufmythen

Wer kennt es nicht ? Wir Läufer reden doch in unserer lauffreien Zeit nur allzu gern von unserem Lieblingssport. Im läuferischen Klatsch und Tratsch gibt es auch immer wieder Dinge welche sich in der Läuferszene verbreiten aber schlicht falsch und irrtümlich sind. Ein Anreiz für mich, diesen Beitrag zu schreiben, in der Hoffnung damit etwas aufzuräumen und Klarheit zu verschaffen :-)

1. Laufen ist einfach, wird schnell langweilig und es kann jeder ...

Kommt natürlich ein wenig auf die persönlichen Vorlieben an, jedoch ist Laufen mit Sicherheit kein "simpler" Sport. Macht man einen Vergleich und analysiert den Laufstil aller Läufer in einem Stadtpark, stellt man schnell gravierende Unterschiede fest. Jeder, der schon einmal begonnen hat, an seiner Lauftechnik und am Stil zu arbeiten weiß: Laufen ist nicht einfach, sondern ein sehr technischer Sport. Die richtige Lauftechnik schützt uns langfristig vor plagenden Verletzungen und Wehwehchen, welche vielen schnell die Freude am Laufen nehmen. Gerade wer Abwechslung in sein Training integriert und auch an technischen Elementen des Trainings feilt, wird sicher keine Langeweile verspüren.

2. Wer schnell Laufen möchte muss groß sein und lange Schritte machen können ...

Falsch. Wenn man sich die schnellsten Läufer der Welt vor Augen hält, stellt man ziemlich schnell fest, dass diese keine Riesen sind. Der amtierende olympische Goldmedallist über 10.000m Mo Farah ist nur 1,75m groß. Beim Laufen wird man u.a. schneller durch 2 Mechanismen :

Eine Erhöhung der Schrittfrequenz bei einer Erhöhung der Schrittlänge. Dies muss jedoch in einem idealen Verhältnis zueinander stehen. Allein "lange Schritte" machen nicht schneller, sonder diese können im Gegenteil sogar bremsen.

3. Wer schnell Laufen möchte muss häufig schnell Laufen...

Falsch. Der überwiegende Anteil der Hobbyläufer läuft zu schnell und dies ist häufig die Ursache warum das Training stagniert oder ein Leistungszuwachs ausbleibt. Basis für ein "schnelles Laufen" bietet eine solide Grundlagenausdauer welche gründlich nur durch häufiges Trainieren im niedrigen Intensitätsbereich aufgebaut werden kann. Dazu bedarf es dem Erlernen des "langsamen Laufens".

4. Qualität kommt von Qual ....

Ein netter Spruch, und seit Jan Ulrichs "Quäl Dich Du Sau" irgendwie bei einigen Ausdauersportlern hängen geblieben. Jedoch im Kern der Aussage schlicht und einfach falsch. Ein Lauftraining welches Dich voranbringen soll, zeichnet sich nicht in erster Linie durch Qual aus. Wenn Dein Training zur Qual wird, bist Du entweder im Übertraining oder brütest gerade einen Infekt aus. Dein Training sollte sich durch Abwechslung auszeichnen. Dennoch sollte der überwiegende Anteil im Grundlagenausdauerbereich absolviert werden und dieses Training bereitet in der Regel keine "Qual". Vereinzelte Intervalleinheiten mögen euch wie eine Qual vorkommen. Doch diese sollten niemals der Hauptbestandteil eures Trainings darstellen.

5. Wer fit ist hat einen niedrigen Puls beim Training ...

Diese Aussage ist erstmal nicht falsch. Denn wer länger trainiert und fitter wird, stellt fest, dass der Trainingspuls bei gleicher Belastung sinkt. Die Laufeffizienz wird also besser. Häufig beobachte ich jedoch, wie Athleten mit Pulsuhr Ihren Trainingspuls während dem Lauf untereinander vergleichen ... als Beispiel: "was du läufst den 5 er Pace mit ner 160er Frequenz, also ich bin da bei 140 Schlägen pro Minute..!" Dieser Vergleich sagt noch nicht viel... Der Trainings- und Pulsbereich eines Athleten ist abhängig von dessen maximaler Herzfrequenz, und diese ist nicht einheitlich, sondern höchst individuell und genetisch geprägt. Es gibt Hochpulser- und Niedrigpulser. Es lohnt sich , die Trainingszonen von einem Sportmediziner oder Trainer einteilen zu lassen.

6. "Beat Yesterday" und Hauptsache besser als gestern

Wir leben in einem Zeitalter des Größenwahns und uns wird vorgegaukelt, dass wir unsere Grenzen immer weiter verschieben sollten. Eine Challenge jagt häufig die nächste. Zur Motivation ist eine Challenge sicherlich nicht verkehrt. Doch die Aussage "Beat Yesterday" beinhaltet trainingswissenschaftlich einen Kurzschluss. Wer ständig versucht die Leistung des Vortages zu verbessern wird im Training nicht voranschreiten sondern im Gegenteil sogar vermutlich langsamer. Ein gutes strukturiertes Training zeichnet sich durch Abwechslung aus, und da finden ebenso Einheiten Platz, welche lockerer und leichter als "gestern" sind. 

7. Wer schnell laufen will muss Vorfuß laufen

Ein Mythos ... Jein. Zwar laufen die schnellsten Marathonläufer über den Vorfuß, und dieser Laufstil gilt sicher als schnellster Laufstil, nur gibt es zunächst einige andere Faktoren die zu einem schnelleren Laufen führen können. Der Vorfußlauf ist mit einer höheren Belastung für die Wadenmuskulatur, die Sprunggelenke und die Achillessehne verbunden. Prinzipiell sollte ein Athlet sich erst an die Umstellung auf diesen Fußaufsatz wagen, wenn er viel Erfahrung hat, und andere Faktoren wie Trainingsplanung, Ernährung und Regeneration nicht zum weiteren Erfolg führen. Hier lohnt sich eine Laufstilanalyse unter professioneller Beratung. Eine gute Kompromisslösung ist der Mittelfußaufsatz, denn er ist schnell und birgt ein  niedrigeres Verletzungsrisiko.

8. Laufen ist schlecht für die Gelenke

Zwar eine gute Ausrede für viele, die dem Laufsport abgeneigt sind, jedoch falsch. Natürlich  gibt es eine Grenze beim Laufumfang (wöchentliche kumulative Kilomteranzahl) welche von Hobbyathleten nicht zu abrupt überschritten werden sollte, dennoch zeigen neuere Studien positive Einflüsse des regelmäßigen Laufens auf unsere Gelenke. Dabei wird unser Knorpelgewebe wie z.B. die Menisken in unserem Knie besser mit Nährstoffen versorgt und das Risiko einer späteren Gelenksarthrose minimiert. Zudem wirkt regelmäßiges Laufen stärkend und baut Knochensubstanz auf.

9. Ein Laufschuh muss an der Ferse richtig gut gedämpft sein...

Lange galt diese Aussage als beschreibend für "den Laufschuh". Die Auswahl an Laufschuhen ist heutzutage riesig. Von Barfußlaufschuhen über Trailrunningschuhe bis hin zum Stabilschuh findet man nahezu alles. Wer mit dem Laufen beginnt, für den lohnt sich eine Laufstilanalyse. Denn ein Laufschuh sollte nicht in erster Linie schützen, sondern das natürliche Abrollverhalten des Fußes unterstützen und dafür sorgen, Fußmuskulatur aufzubauen.

10. Langstreckenlauf ist unnatürlich ...

Falsch. Zwar schütteln Menschen häufig den Kopf, wenn es um Marathonlaufen oder das Laufen eines Halbmarathons geht.

Doch Laufen ist der natürlichste Sport von allen. Das einzige was an dem Sport unnatürlich ist, stellt der überwiegende Bodenbelag unserer Welt dar. Asphalt ist hart und erfordert Anpassungsprozesse. Wer noch natürlicher Laufen möchte, sollte Trailrunning ausprobieren. Denn das Laufen über einen weichen Waldboden ist schonender für die Gelenke und stärkt unsere Bein und Fußmuskulatur.

Wenn Dir weitere Mythen oder Fehler einfallen, oder Du Fragen hast, freue ich mich, wenn Du mir Deine Anregungen als Kommentar hinterlässt. Ansonsten wünsche ich euch viel Spaß beim Trainieren und Laufen ....

online training

Lass Dich bei Deinem Training Online medizinisch und gesundheitsorientiert begleiten und werde fitter, gesünder und ausgeglichener, nicht bloß schneller .. mehr 


0 Kommentare

Unterstützt bei läuferischen Aktivitäten u.a. von diesen starken Partnern:

Finde uns auch bei Facebook und Instagram und iTunes