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Was ist eigentlich Gesundheit ?

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Haatschiii - Gesundheit, .... Danke..... nein eigentlich heißt es nach neuem Knigge, ..   Entschuldigung.... 
Ganz gleich, das Wichtigste in unserem Leben ist und bleibt doch die Gesundheit!? Doch was war das denn nochmal gleich...?
Wenn man durch das Internet oder die sozialen Medien surft, ploppt der Begriff bei aktiven und sportlichen Menschen immer wieder auf : Gesundheit, ganzheitliches Heilen, Work-Life-Balance usw. Zahlreiche Blogger und Autoren, von denen ich mich nicht ausschließen möchte, versuchen in Ihren Artikeln, Büchern und Kolumnen dem Geheimnis des gesunden Lebensstils auf die Schliche zukommen.
Gesundheit scheint zunächst mal als eine Begriffglichkeit, welche in der Interpretation eines jeden Einzelnen liegt. Dennoch sind allgemeine Regeln, Definitionen und Beschreibungen oft als Leitfaden hilfreich.

Definition der WHO

Die wohl bekannteste Definition von Gesundheit kennen wir von der WHO (World-Health-Organization), in welcher Gesundheit nicht nur als das alleinige Fehlen von Krankheit definiert wird, sondern viel mehr als Zustand des vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens.

Diese Definition wurde im Jahre 1948 verfasst, und ist dennoch aktuell. Die Welt und die Menschheit ist stets im Wandel und Fluss, dennoch kann es hilfreich sein,  sich wiederholt mit der Begrifflichkeit Gesundheit auseinanderzusetzen, und diese eben nicht alleinig auf die Thematik Sport oder Life-Style zu beziehen.
Häufig wird in unserer Gesellschaft Gesundheit als ein Ausdruck körperlicher Stärke und Makellosigkeit gesehen. Ein Ausdauerathlet, welcher strikt seine Regeln befolgt und ein ausschweifendes Leben oder durchgefeierte Nächte meidet wird oft als Vorbild für ein gesunden Lebensstil gesehen. Zahlreiche Instagram Postings aus den Fitness Studios dieser Welt motivieren durch Bilder von gestählten und muskulösen Oberkörpern wiederum Gleichgesinnte zur Fortsetzung Ihres intensiven Trainings.
Verwerflich ist das keinesfalls. Es ist eine durchaus positive Entwicklung, dass in den Jahren nach der Jahrtausendwende, welche sich  durch eine Vielfalt an Berufen mit sitzender Tätigkeit darstellt, Menschen über soziale Medien zu mehr Aktivität animiert werden.
Der Cowboy unserer Zeit reitet nicht mehr mit Zigarette im Mund durch Marlboro Country, sondern läuft viel mehr  auf einem 100 Meilen Trail durch die Vereinigten Staaten wie einst Forrest Gump. Wir sind im Wandel und in der schnelllebigen Zeit sucht der moderne Mensch mehr und mehr seine Wurzeln. Er möchte natürlich leben, auf modernen SchnickSchnack verzichten und träumt von einem Leben in welchem die Arbeit zu Hause in der eigenen Höhle als Home Office stattfindet und die Hektik der Außenwelt vor der Tür bleibt.
Und vor allem möchten wir eins:  "Gesund bleiben"
Haben wir alle  schädlichen Noxen in unserem Leben wie Nikotin, Alkohol, Schlaflosigkeit verbannt, sind wir doch eigentlich auf dem richtigen Weg und können uns als Vorbild für all diejenigen sehen, welche daran noch knabbern ?
Den wohl entscheidendsten und gefährlichsten gesundheitsräuber unserer Zeit vergessen wir leider in gewissen Phasen unseres Lebens immer wieder:

S T R E S S

Der Begriff ist oft nicht greifbar. Wir definieren ihn als negativen Disstress und positiven Eustress, doch die genaue Abgrenzung gelingt meist nicht ausreichend. Viel mehr stellt sich der Stress oft als schleichender Schwarzer Schatten dar, welcher in turbulenten Phasen dann plötzlich zuschlägt und unsere Gesundheit vorübergehend durch Gereiztheit, erhöhte Infektanfälligkeit oder psychische Dysbalancen gefährdet.
Gesundheit ist also auch der Zustand, in welchem unser Geist den Stress balancieren kann. Doch wie gelingt das und woran merkt man vorzeitig dass die Wage auf dem Weg ins Ungleichgewicht ist ?

Stressreduktion durch Laufen

Ich bin nun mal ein leidenschaftlicher Läufer und fange mal wieder wie so oft mit dem simplen aber dennoch genialen Laufsport an.
Die Effekte des Langstreckenlaufs sind vielfältig, daher möchte ich mich im folgenden auf solche beschränken, welche die Thematik Disstress betreffen:
Wer in immer wiederkehrenden Abständen erneut die Laufschuhe schnürt, also eine Regelmäßigkeit und eine Laufroutine bekommt, wird langfristig positiv auf die negativen Effekte des Stress einwirken.
Stress hat einen enormen Einfluss auf unser vegetatives Nervensystem. Mit diesem Begriff ist grob gesagt das Prinzip  zweier Gegenspieler gemeint:
Sympathikus und Parasympathikus
Während der Sympathikus unseren Körper in Notfallsituationen fit machen soll, sorgt der Parasympathikus für Entspannung und regelt u.a. unsere Verdauung.
Stress hat einen stark aktivierenden Effekt auf den Sympathikus. Unser Herzschlag wird schneller, der Blutdruck steigt und die wichtigen Organe wie beispielsweise Herz, Niere und Lunge freuen sich einer vermehrten Durchblutung.
All diese Effekte sind von enormer Bedeutung, wenn es darum geht schnell zu reagieren, und diese Effekte dann eben auch in die Tat umzusetzen, wie beispielsweise in der Flucht vor einem großen Tier.

Der Sympathikus als Stressmacher

Im Berufsalltag gibt es meist kein Flüchten. All diese Effekte wirken jedoch trotzdem.  Der Blutdruck steigt, das Herz wird schneller, so dass es manch einer schon durch die Brust pochen spürt. Was fehlt ist die Reaktion. Wir bleiben auf unseren Bürostühlen sitzen und ein Teufelskreis beginnt.

Durch ein moderates Lauftraining können wir unserem Körper nicht nur die Möglichkeit bieten, die angestaute Notfallenergie auch  wieder loszuwerden, viel mehr aktivieren wir durch regelmäßiges Laufen den Einfluss des großen Gegenspielers Parasympathikus. Wer regelmäßig über einen langen Zeitraum läuft, wird sicherlich festgestellt haben, wie der Entspannungsnerv nun den Herzschlag in Ruhe niedrig hält, oder wie  die Erholung nach einem harten Tag im Beruf einfach schneller und angenehmer gelingt.

Durch den Laufsport können wir einen entscheidenden Beitrag zu unserer Stressreduktion beisteuern und bereichern damit das persönliche Gesundheitskonto. Nur gilt auch hier wie so oft im breiten Feld der Gesundheitswelt: "die Dosis macht das Gift".

 

Wir leben nun mal in einer genormten Zeit in welcher ein Vollzeitarbeitstag mindestens 7,5 Std beträgt. Da bleibt bei gesamten 24 Std für eine Erdumdrehung eben nicht mehr unendlich viel Zeit, um Sport und Regeneration in einen gesunden Einklang zu bringen.

Zudem birgt auch der Laufsport wie so vieles im Leben, ein Suchtpotential. Im Eifer des Kilometerschrubbens kommen wir dann gerne mal in einen Strudel und können leider auch durch das Laufen, in einen Zustand geraten, in welchem dann wieder unser Stress-Maker Nummer 1, der Sympathikus, die Führung übernimmt. Übertraining und Burnout sind dann leider häufig die Folge.

Wir werden die schnelllebigen Veränderungen unserer heutigen Zeit wohl nicht in dem Maße beeinflussen können wie wir es gerne würden. Auch wenn wir uns mehr und mehr nach Natürlichkeit, Entspannung und Harmonie sehnen, sind wir doch Teil dieser Welt und als Homo Sapiens auch nach wie vor ein Tier.

Diese Tatsache sollten wir niemals vergessen. Denn als Tier haben wir regulatorische Mechanismen und Möglichkeiten, die wir nicht meiden sollten und sie viel mehr zu unserem eigenen, sowie auch zum Schutz unserer Verwandten einsetzten sollten. 

Meditation

Für manch westlichen Menschen mag dieser Begriff, der nicht selten mit esoterischem Schnick Schnack gleichgesetzt wird, zunächst keine Bedeutung haben.

Wer in einem hektischen Berufsalltag jedoch nach Möglichkeiten sucht, um die eigene Balance zu halten, und den inneren Akku regelmäßigen zu laden, sollte einen genaueren Blick auf dieses Instrument nicht scheuen.

Durch regelmäßiges Meditieren können wir uns  zum einen selbst beruhigen, lernen auf der anderen Seite jedoch auch enorm viel für unseren familiären und beruflichen Alltag.  Durch regelmäßige Meditationspraxis haben wir ebenso wie durch langjähriges Laufen, einen entscheidenden positiven  Einfluss auf den Anti-Stress-Nerven Parasympathikus und können unsere Körpervorgänge beruhigen.

Dies sind nur ein par wenige Instrumente durch welche wir die Möglichkeit bekommen, unsere Gesundheit zu erhalten und in dem hektischen System der neuen Welt vielleicht doch einen Einfluss zu haben.

 

Ebenso wie Krankheit, kann Gesundheit auch ansteckend sein, vor allem wenn man die Freude an der Gesundheit und all die Möglichkeiten mit anderen teilt.

Kommen Sie gesund durch den Alltag und kontaktieren sie für weitere Informationen ihren Arzt oder Apotheker   :-)

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