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Laufend aus der Depression

Depression - was ist das?

Kopfschmerzen, Gereiztheit, ständige Müdigkeit und Probleme beim Einschlafen.... das können Hinweise auf eine beginnende Depression oder ein Burnout Syndrom sein. 

Was bedeutet eigentlich der Begriff  "Depression" und wenn ich davon betroffen  bin, wie finde ich den Ausgang aus dem Teufelskreis der negativen Gedanken?

Depressionen sind mittlerweile so häufig, dass man von einer Volkskrankheit sprechen kann.

Rein vom Begriff bedeutet es "niedergedrückt sein". Von einer manifesten Depression spricht man, wenn verschiedene Symptome für einen längeren Zeitraum bestehen und bleiben. Auch gibt es unterschiedliche Formen und Auslöser der Depression. So kann beispielsweise eine reaktive Depression auf ein seelisches Trauma (z.B. Verlust von Angehörigen) folgen. Auch können körperliche Veränderungen Depressionen hervorrufen (Schwangerschafts-Depresion).

 

Auch wenn der Umgang mit der Erkrankung sich in den letzten Jahren gebessert hat, ist die Dunkelziffer an Erkrankten  nach wie vor hoch. Depressiv zu sein gilt leider noch immer als Schwäche oder Leistungseinbruch in einer auf Performance getrimmten Gesellschaft.

Gründe und Theorien für die Entstehung der Erkrankung gibt es viele. 

Nachdem sich mit dem  Kapitalismus unser Arbeitsleben zunehmend beschleunigt, häufen sich auch die Krankheitsmeldungen wegen psychischer Leiden. Ein Zusammenhang liegt nahe, und ist kaum noch von der Hand zu weisen. Der Mensch fühlt sich zunehmend fremd bestimmt, und findet in der heutigen Zeit kaum mehr Zugang zu seinem wahren Ich.

 

Viel zu viele Menschen handeln mehr im Äußeren (Im Beruf, im Studium, auf Partys, in Sozialen Netzwerken,....) als im Inneren. Wer sich nur noch mit der äußeren Welt beschäftigt, vernachlässigt seine Seele auf Dauer und verliert über die Zeit die Verbindung.

Was mit Lustlosigkeit und Antriebslosigkeit beginnt,  kann über Nervosität und Schlafstörungen bis hin zu körperlichen Veränderungen und zum Suizid führen. In der heutigen schnelllebigen Zeit ist es wichtiger denn je, Freiraum für die eigenen tief verwurzelten Bedürfnisse zu schaffen.

 

Auch wenn es verwunderlich klingen mag, gibt es heutzutage sicherlich viele, welche gar nicht mehr wissen, was das Glück des Lebens für sie eigentlich bedeutet...

"Wir müssen das mal Planen, um uns bald mal wieder zu sehen" - "Wir müssen noch Einkaufen" - "Wir müssen den Urlaub für nächstes Jahr besprechen"....

So, oder so ähnlich schallt es aus den Wohnstuben der Großstädte unserer Zeit. Allein das Wort "muss" oder "müssen", sollte zum Nachdenken anregen. Viele unserer heutigen Probleme sind auch selbstgemacht, eigens auferlegt und verstärkt.

 

Ersetzen wir  "müssen" durch "kann" oder "können" , lassen wir uns selbst mehr Spielraum. Wer das bereits verlernt hat, sollte versuchen den Weg zur Ruhe wieder zu erlangen.

Laufen und Depression

Der Laufsport bietet hinsichtlich der Prävention von Depressionen, aber auch für Erkrankte gute Möglichkeiten.

Depressionen zeigen bei Erkrankten auch häufig deutliche Störungen der circadianen Rhythmik (Tag/Nacht-Rhythmus).

 Hilfreich ist eine ausreichende Lichtzufuhr über den Tag, welche Langfristig für eine bessere Regelung unseres Schlaf-Wach-Rhythmus sorgt.

Wer zu jeder Jahreszeit die Laufschuhe schnürt, sorgt somit über das gesamte Jahr für eine ausreichende Ausscheidung von Melatonin (Hormon welches im Zwischenhirn gebildet wird und für die circadiane Rhythmik verantwortlich ist).

Laufen als Lichtquelle und Möglichkeit zum Abschalten
Laufen als Lichtquelle und Möglichkeit zum Abschalten

Zudem werden durch die regelmäßige Lichtzufuhr die Vitamin D Speicher in unserem Körper gefüllt und einem chronischen Vitamin D Mangel vorgebeugt. 

Depressive leiden häufig unter ständigem Grübeln. Ein und der selbe Gedanke wird in einer nahezu nicht enden wollenden Spirale weiter gedacht bis Körper und Geist nicht mehr zur Ruhe kommen. 

Die regelmäßige Schrittfolge beim Laufen wirkt auf unser Gehirn beruhigend. Zudem ist unser Gehirn während des Laufs zu einem Teil mit der Bewegungsausführung und Koordination beschäftigt. Somit bleibt nicht mehr viel Energie für das Grübeln. Viele Läufer berichten beim Laufen häufig über einen freien Gedankenfluss ähnlich wie bei der Meditation.

Regelmäßige Bewegung und Sport wie der Laufsport fördern die Ausscheidung von Serotonin, ein Hormon welches auch bei der medikamentösen Therapie von Depressionen eine Rolle spielt.

Auch Appetitlosigkeit ist ein Symptom der Depression. Durch einen moderaten Dauerlauf wird der Appetit und Hunger angeregt und ein von Kummer beschwerter Magen kann vorübergehend erleichtert werden.

Ergänzend empfehlen sich Yoga oder Meditation um dem Geist zusätzliche Möglichkeiten zum Wiederauffinden der eigenen Seele zu geben.

Yoga als Alternative um den Weg zur eigenen Seele wiederzufiden
Yoga als Alternative um den Weg zur eigenen Seele wiederzufiden

Wer an ständig wiederkehrenden negativen Gedanken leidet und auch durch regelmäßige Bewegung keine Besserung verspürt sollte jedoch in jedem Fall mit einer ihm vertrauten Person sprechen, und den Gang zum Arzt nicht scheuen.

Denn mit medikamentöser Hilfe und unterstützender Therapie, auch  durch Laufen in der Natur ist der Weg aus der Krise vielleicht nicht mehr von langer Dauer.

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