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Berlin Marathon 2015 - und wieder mal eine 2:48

c MARATHONFOTO.COM
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Uff, ich habe mich gerade aus den Federn aufgemacht, und verspüre dabei doch ein sehr unangenehmes Ziehen in Beiden Oberschenkeln. Gestern hab ich wohl meinen bisher härtesten Einbruch in einem Wettkampf beim 42. BMW Berlin Marathon 2015 erlebt.


Eine 8 wöchige Vorbereitung liegt hinter mir, und das Training lief eigentlich super. Nachdem ich im Voraus keine allzu großen Zielzeit-Ankündigungen machen wollte, kann ich jetzt jedoch damit rausrücken, dass eine Zeit unter 2h40 geplant war.

All meine Tempodauerläufe im Training, so wie auch die Longruns mit Endbeschleunigung im geplanten Renntempo liefen nach Plan. Meine größte Sorge in der Woche vor dem Rennen war die über München einbrechende Erkältungswelle. Von allen Seiten hab ich es nießen und schnupfen gehört, bin aber glücklicherweise von einem Katarrh verschont geblieben. 

Am Freitag in der Früh ging es also mit Dani und Frank Hohenleitner, den die Schnupfenseuche leider kurz vor dem Rennen erwischt hat, auf nach Berlin.

Dani und ich waren bei meinem alten guten Freund Fabian, den ich schon zu Krabbel-Gruppen-Zeiten kannte, in Berlin-Neuköln untergebracht.

Am Samstag morgen ging es erstmal auf die BERLIN-VITAL Messe um die Startunterlagen zu holen. Dort haben wir auch noch Ingalena Schömburg-Heuck getroffen, welche zum Support Ihrer kleinen Nichte beim Bambini-Lauf auf dem Tempelhof-Feld vor Ort war.

Danach gab's mit Dani eine schöne Sightseeing Tour durch Berlin mit dem Schiff auf der Spree.

Abend's dann flott ins Bett, denn der Wecker sollte am Sonntag um 6 Uhr in der Früh klingeln.

Ich hab den Samstag Abend irgendwie noch lange mit Blähungen und leichten Unterbauchschmerzen zu kämpfen gehabt. Das war dann auch meine größte Sorge für das Rennen am Sonntag, da mein Magen-Darm-Trakt mir schon mehr als 1 mal den Rhythmus in einem Wettkampf geraubt hat.

Meine Herzallerliebste und beste Supporterin aus dem MarsEndurance-Team, hat sich dann an Ihrem Geburtstag um 6 Uhr morgens aus dem Bett gequält und mich bis zum Einchecken in die Startblöcke gebracht. Der erhoffte Erfolg auf der morgendlichen Toilette blieb leider aus. Am Dixie vor dem Startblock A hab ich dann noch Matthias Leitner aus Tirol getroffen. Wir hatten uns beim Ganghofer Trail in Leutasch kennengelernt.

Im Startblock A hab ich dann auch noch meinen Enzymkraft-Team-Kollegen Steffen Wittmann getroffen. 

Um 9 Uhr gings dann endlich auf die Weltrekord-Strecke. Ich kam gut in den Tritt und pendelte mich schnell bei einem Durchschnittspace um die 3:40/km ein. Ich kam richtig gut in den Rhythmus und passierte die 10 Km mit einem guten Feeling bei 37:08 min. Bei Km 16 am Herrmannplatz sah ich dann Fabian und klatschte locker laufend ab. Ab diesem Zeitpunkt begann mein Unterbauch leicht Probleme zu machen. Ich wollte diesen Pace auf jeden Fall bis zur HM-Marke aufrecht erhalten, um für einen etwaigen Dixie Stop etwas Luft zu haben. Am Alexanderplatz sah ich dann noch Henrik Lange aus München, was mich auch sehr freute und mir noch einen Schub gab.

Die HM- Marke passierte ich bei 1:18:48 und fühlte mich noch gut. Der Druck im Unterbauch war zwar konstant, jedoch nicht zunehmend. Nun nahm ich einen kleinen Tick an Tempo raus, und versuchte mich bei 3:50/km einzupendeln. Das gelang bis Km 25. Dann wurde es irgendwie wärmer, der Unterbauch drückte mehr und mehr und zudem bekam ich schwere Beine. 

Ich passierte Km 27 und dachte mir, wenn ich jetzt noch mit dem aktuellen Pace durchkomme, könnte es mit den Sub 2h40 noch klappen. Das ganze funktionierte bis Km 36. Dann war der Ofen aus. Ich musste rausnehmen und mental war es jetzt zermürbend, all die anderen Läufer an mir vorbei pacen zu sehen. Das Minimalziel neue PB flackerte mir noch vor Augen. Aber jeder Versuch das Tempo nochmal zu erhöhen scheiterte. Bei Km 40 fühlte ich mich wie im Tunnel. Ich hab nicht mehr so richtig wahrgenommen was um mich rum passiert, und wollte es auch nicht sehen. In diesem Moment schrie wirklich alles in mir nach "Bleib stehen" , aber 2 km vor dem Ziel hab ich noch kein Rennen beendet, und außerdem wartet im Zielbereich mein Geburtstagskind, und die Medaille mit dem 27.09. wollte ich auf jeden Fall ergattern. Km 41 war passiert. Ich machte die Augen leicht zu und hörte nur noch die Stimmen: "Komm 1 Kilometer noch, gleich hast du's... Noch nie zuvor kam mir 1 Km so unendlich lang vor. Ich bog um die Kurve und sah das Brandenburger Tor vor mir. "Da musst du durch" und irgendwo dahinter ist das Ziel. Nicht stehenbleiben". Verschwommen sah ich aus der Distanz die Zeitmessung 2h47min30sec tick tick tick.... oh mann... ich laufe heut wieder eine 2h48... wie letztes Jahr in München, und wie im Juli in Roth... ganz egal... ich überquerte die Ziellinie und ging einfach gerade aus weiter. Ich holte meine Verpflegungstüte und schob mir sofort ein Schoko-Croissant rein. Danach legte ich mich auf den Asphalt und blieb erstmal liegen.

Fabian kam dann in den Zielbereich und motivierte mich zum wieder aufstehen. Vermutlich wär ich sonst den ganzen Tag dort gelegen....

Es war dennoch ein genialer Lauf und die Stimmung in Berlin an der Strecke ist der absolute Wahnsinn. Es ist die Weltrekord-Strecke und sie ist super schnell zu laufen. Ich möchte auf jeden Fall nochmal hier laufen... Jetzt bin ich aber erstmal zurück in den Bergen, und freu mich nach meiner Regeneration tierisch auf die Läufe abseits des Asphalts.


Ein Riesen Großes Dankeschön für den wieder mal nicht zu übertreffenden Support von meinem Baby! Ebenso besten Dank an die Unterstützung von Fabian nach dem zerstörten Zieleinlauf und ein ganz herzliches Dankeschön an Frank für den Highspeed-Fahrservice zurück in die Heimat nach dem Lauf.

 

Und natürlich wie immer ein aufrichtiges Dankeschön an meine Sponsoren:

 

www.enzymkraft.de  

www.jabra.com.de

www.under-pressure-sox.de

 

Und zu guter Letzt an euch liebe Follower - Vielen Dank für das Folgen meines Blogs und eure unterstützenden Worte !!!

 

Ich hoff wir sehen uns bald wieder, beim nächsten Wettkampf oder Trainingslauf!!

 

 

Bis Bald

 

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