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Ganghofer Trail 2015 - Leiden pur und doch schönes Ergebnis

Warum ich mich zum Ganghofertrail in Leutasch angemeldet habe, weiß ich eigentlich gar nicht so genau. Ich stecke ja schon in der Marathonvorbereitung für Berlin. Dennoch hab ich vorher noch nach einem Trail-Wettkampf in der Nähe gesucht, weil Trail für mich einfach die schönste Art des Laufens ist....

16 Uhr Wettkampfstart, eine ungewöhnliche Zeit, und für mich als Läufer, der häufig mit der Verdauung Probleme hat nicht ideal. Bis 16 Uhr kaum was essen bringt nichts...

Nach etwas Stau vor Garmisch ging es dann hinüber ins schöne Leutasch-Tal. Die Temperaturanzeige im Auto ließ hin und wieder hoffen auf doch einigermaßen läuferfreundliche Bedingungen, bei der Einfahrt nach Leutasch waren es jedoch wieder 27 Grad. 

Los gings mit Dani zur Startnummernausgabe. In der Startaufstellung hab ich dann auch Hans Hörmann getroffen. Wir waren zusammen bei der Transvulcania im Mai, und es hat mich richtig gefreut ihn wieder zu sehen. 

Nach dem Start ging es erstmal ein par Kilometer leicht bergab. Der Pace pendelte sich bei mir schnell bei 3:30/km ein und ich lief an der vorderen Spitze. Martin Mattle, den Gewinner des Silvrettaruns in Ischgl aus dem Salomonteam-Österreich ließ ich zu diesem Zeitpunkt noch hinter mir. Allein das hätte mich stutzig machen sollen.... bin ich etwa zu schnell unterwegs ? :-)

Die Antwort bekam ich bei Kilometer 5. Hier ging es in den ersten Anstieg. Ganz klar, ich musste Tempo rausnehmen...

Einige Läufer, unter anderem Martin Mattle und der erst 15 jährige (später 4.Platzierte) Florian Lipowitz ließen mich jetzt alt aussehen. Als es wieder in die Ebene ging waren meine Beine schon kaputt. Schön Marius, dachte ich mir... mal wieder viel zu schnell angelaufen, und jetzt musst du bei Km 6 die Rechnung dafür schon bezahlen.

Ich lief weiter zu zweit mit einem anderen Läufer und merkte jedoch schnell, dass ich das Tempo doch noch wieder etwas anziehen kann. Somit setzte ich mich von ihm ab, und war von nun allein unterwegs. Bei Kilometer 10 kam ich wieder aus dem Tritt. Die Strecke verlief leicht wellig, und mir fehlte einfach die Kraft einen konstanten Pace zu halten. 

Immer wieder drehte ich mich um. Ein kleines Grüppchen könnte jetzt vielleicht helfen. Es ist einfach leichter in der Gruppe den Pace zu halten.... aber da war niemand. Also weiter. Ab Km 13 merkte ich dann mal wieder ein Rumoren im Bauch. "Ganz toll", dachte ich mir....Jetzt kommen auf den letzten 8 Km zu den Beinen aus Blei auch noch Darmkrämpfe hinzu. Ich hab hin und her überlegt, und entschied mich dann bei Km 15 für einen Abstecher ins Gebüsch und hakte das Rennen ab. Ich war davon überzeugt, dass jetzt eine Horde an mir vorbeizieht.... seltsamerweise war nach meinem Boxenstopp immer noch keiner zu sehen. Na gut... dann lauf ich halt weiter, und versuch das Tempo zu halten.

Gegen Ende gab es noch einen leichten Anstieg. Für mich mit meinen Bleibeinen der absolute Horror, aber irgendwie hat der Dampf in den Wadeln noch ausgereicht. Kilometer 19 war passiert. Ich stellte mich jetzt darauf ein in diesem Pace einfach stur ins Ziel zu laufen, als ich auf einmal Schritte von hinten hörte. Oh nein, das kann doch nicht sein. Nachdem mir vorher jemand zugerufen hatte, dass ich auf Position 8 läge, wollte ich den Positionskampf auf jeden Fall probieren. Matthias Leitner aus dem Mammut-Team kam immer näher. Ich bog um die Kurve und nun waren es nur noch 300m bis zum Ziel. Ich versuchte alles mit meinen Blei-Beinen, aber kurz vor der Zielgeraden waren meine letzten Körner aufgebraucht und Matthias ließ mich stehen. Das Video vom Zieleinlauf möchte ich euch nicht vorenthalten :

Dennoch hat dieser absolut kuriose Kampf sich gelohnt. Mit der Gesamtplatzierung auf Rang 9 bin ich zufrieden, und natürlich absolut happy, noch meine AK gewonnen zu haben.

Ich freu mich auch sehr, neue nette Läufer wie den sympathischen Martin Mattle aus Ischgl und Matthias Leitner aus Mötz in Tirol kennengelernt zu haben.

Die letzten Wochen waren einfach sehr intensiv: Vor 4 Wochen Marathon in Roth, und vor 2 Wochen Staffel beim SwissAlpine in Davos... und Berlin steht ja auch vor der Tür. Jetzt heißt es regenerieren, und dann steht nur noch das Training für den Marathon auf dem Programm.

Natürlich ein großes Dankeschön an den Support von www.enzymkraft.de und under-pressure-sox

Und vielen Dank an mein Baby Dani und Markus Mattle sowie Valerie Bichler/Skiclub Leutasch für die schönen Fotos!!

Bis Bald und gute Läufe weiterhin !


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Kommentare: 1
  • #1

    Jesenia Thorp (Donnerstag, 02 Februar 2017 12:10)


    Hey very nice blog!

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